Hunde-Welpen erziehen: Das ist der größte Fehler, den Du machen kannst

Burglengenfeld - Viele frisch gebackene Hundebesitzer sind hin und weg von ihren neuen Lieblingen. Schnell ergeben sich dann viele Fragen in der Erziehung: Wie beschäftigst Du Deinen Welpen? Und was sollte man besser nicht machen?

Welpen müssen für lernen, wer der Bestimmter im Haus ist.
Welpen müssen für lernen, wer der Bestimmter im Haus ist.  © Friso Gentsch/dpa

Hunde-Expertin Stephanie Salostowitz erklärt, wie aus Deinem Welpen ein ruhiger und entspannter Begleiter wird, denn was in den ersten paar Wochen passiert, prägt das ganze Hundeleben.

Zu wenig vertrauen Halter bei der Erziehung auf ihr Bauchgefühl und richten sich nach dem, was Internet und Co. empfehlen, findet Stephanie.

Oft liest man, dass für den Welpen alles "Spaß" machen muss und man im Umgang immer gute Laune haben sollte. Viele entwickeln sich so zu "Animateuren" für ihre Hunde.

Doch genau so geht das Drama los: In ihrer Hundeschule trifft Stephanie immer wieder Leute, die Probleme mit einem aufgeregten Hund haben.

Viele Hundebesitzer klagen der Expertin ihr Leid und wünschen sich einen angenehmen Begleiter, den man überall hin mitnehmen kann. Wer am Anfang die falschen Signale sendet, muss sich nicht wundern, wenn sich ein Hund später daneben benimmt. Hunde brauchen eine stabile Bezugsperson, sonst kann die Lage schnell ausgenutzt werden.

"Niemand sagt heute mehr "Nein"", stellt Stephanie fest. Dabei ist genau das wichtig, damit ein Hund den richtigen Platz in einer Familie findet.

So wird aus Deinem Welpen ein entspannter Hund und Begleiter

Hundebesitzer sollten nicht zum Animateur ihrer Welpen werden.
Hundebesitzer sollten nicht zum Animateur ihrer Welpen werden.  © 123RF/ soloway

Welpen entwickeln sich wahnsinnig schnell und die Zeit, die man damit vertut, dem Hund alles recht zu machen, rächt sich später.

Das heißt, wenn der Welpe ankommt und beschäftigt werden will, muss man nicht gleich aufspringen und reagieren, auch wenn es schwerfällt.

"Du bist der Bestimmter", das muss der Hund von Anfang an lernen. Wenn er jault, hochspringt und bellt und so Aufmerksamkeit erhält, wird er sich das als Mittel zum Zweck merken.

Sicher geht es nicht darum, zum Tyrannen zu werden, doch wer zum Animateur seines Welpen wird, tut sich selbst und dem Hund keinen Gefallen.

Lass Dich nicht verrückt machen und verlass Dich auf Dein Bauchgefühl, rät Stephanie zur Welpenerziehung.

Stephanie Salostowitz leitet ein Hundezentrum in der Nähe von Burglengenfeld in der Oberpfalz. Sie bildet Jagdhunde aus und beschäftigt sich viel mit triebstarken und aufgeregten Hunden. Ihr Spezialgebiet sind ängstliche Hunde, die sie zu stabilen Begleitern ausbildet. Salostowitz ist außerdem für ihre YouTube-Videos bekannt, in denen sie Hundebesitzern ausführlich Ratschläge gibt.

Titelfoto: 123RF/ soloway

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