Der Weltacker in Marzahn: Hier wächst alles, was Mensch zum Leben braucht

Gärtner Gerd Carlsson begutachtet den Grünkohl.
Gärtner Gerd Carlsson begutachtet den Grünkohl.  © dpa/Britta Pedersen

Berlin - 2000 Quadratmeter gesundes Glück! Auf einem Acker in Marzahn wachsen Erdnüsse, Reis, Weizen, Hirse, Soja und Baumwolle - alles Kulturen, die der Mensch als Nahrung oder Bekleidung braucht.

Am Sonntag erfolgt der Startschuss zur Ernte auf dem Areal an der Joachim-Ringelnatz-Straße direkt am Wuhleteich. Das einzigartige Projekt wurde von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft 2016 ins Leben gerufen und ist Teil der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Für interessierte Bürger und Touristen soll zur feierlichen Eröffnung des Geländes ein buntes Rahmenprogramm sowie die zahlreichen Kulturen, die Welternährung veranschaulichen. Es stellt sich dabei die übergeordnete Frage, wie viel Acker beziehungsweise Anbaufläche ein Mensch im Jahr zum Leben überhaupt benötigt, erläutert der Gärtner Gerd Carlsson.

Weltweit gibt es 1,4 Milliarden Hektar Ackerland.

Die Nachfrage am Projekt ist groß, viele Schulklassen haben sich bereits angemeldet, hieß es. Schüler sollen verstehen lernen, welchen Weg eine Tomate zurücklegen muss bis sie im Supermarkt landet oder welche Pflanzen Bienen bevorzugt ansteuern.

Die Umweltstiftung WWF warnt schon länger, dass in Zukunft die verfügbare Ackerfläche pro Kopf schrumpft. Die Weltbevölkerung wächst und vielerorts ändert sich der Konsumstil dahingehend, dass mehr Fläche verbraucht wird.

Der Marzahner Weltacker ist eine Miniaturausgabe der weltweiten Landwirtschaft, zeigt aber visionär und einfach, wie es auch anders gehen kann.

Die Kuhbohne, klingt ungewöhnlich, ist aber super gesund.
Die Kuhbohne, klingt ungewöhnlich, ist aber super gesund.  © dpa/Britta Pedersen

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