Wissenschaftler wollen Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde bringen

Glasgow - Es klingt nach einer irren Idee: Wissenschaftler wollen in naher Zukunft Asteroiden gezielt auf die Erde bringen.

Ein Asteroid mit Kurs auf die Erde: Genau das wollen Wissenschaftler jetzt erzeugen. (Symbolbild)
Ein Asteroid mit Kurs auf die Erde: Genau das wollen Wissenschaftler jetzt erzeugen. (Symbolbild)  © 123RF

Während Laien bei Gesteinsbrocken aus dem All ungewollt direkt an den tragische Filme wie "Deep Impact" oder "Armageddon" denken müssen, sehen Experten darin offenbar eine wahre Goldgrube.

Astronomen der Universität Glasgow sind mit einer ganz frischen Studie an die Öffentlichkeit gebracht, in der sie erklären, warum das sogenannte "Aerobraking" eines Asteroiden, der sich in der Nähe befindet, gar nicht so dumm ist.

So erklären die Wissenschaftler, dass sie die Weltraum-Brocken zwar auf Kollisionskurs mit der Erde bringen wollen, aber einen direkten Zusammenstoß verhindern wollen.

"Um zu gewährleisten, dass die Asteroidenkandidaten während des 'Aerobrakings' kein Aufprallrisiko darstellen können, wird eine erste aerobe Gefahrenanalyse durchgeführt", so die Experten laut Metro.

Wissenschaftler wollen Asteroiden in unsere Umlaufbahn bringen

Größe und Geschwindigkeit entscheidet über die Wahl des richtigen Kandidaten.
Größe und Geschwindigkeit entscheidet über die Wahl des richtigen Kandidaten.  © 123RF

Wichtig bei der ganzen "Aerobraking"-Aktion ist auch die Größe:

Während kleine Felsen in unserer Erdatmosphäre direkt verglühen und unbrauchbar werden, sind sehr große Kandidaten wiederum ein Fall für Armageddon-Star Bruce Willis. "Dementsprechend werden nur Asteroiden mit einem Durchmesser von weniger als 30 Metern in Betracht gezogen", heißt es in der Studie.

Hat man den perfekten Asteroiden gefunden, wird der Richtung Erde geschickt. Damit er aber nicht zur Gefahr wird und durch seinen Aufprall auf unserem Planeten etwas zerstört, wird die Erdatmosphäre als Widerstand genutzt, um die Geschwindigkeit des All-Brockens abzubremsen. Einmal verlangsamt, soll der Kandidat dann in die Umlaufbahn gebracht werden.

Dort können Wissenschaftler dann in "aller Ruhe" den Besucher aus dem All nach außerirdischem Leben untersuchen oder Mineralien abbauen und nebenbei damit auch noch Geld verdienen.

Und wie wollen die bitte einen Asteroiden aus seiner Flugbahn lenken?

Dafür soll ein unbemanntes Raumfahrzeug genutzt werden. Viele viele Kilometer, bevor der Weltraum-Felsen der Erde überhaupt nahe kommt, hat dieses Fahrzeug dann ein Date mit dem Asteroiden und soll dabei seine Richtung etwas anpassen - eben so, dass er demnächst auf unsere Erde zusteuert.

Und scheinbar ist dieses Unterfangen keine Zukunftsmusik. Die Astronomen aus Glasgow haben sich sogar schon einen Kandidaten ausgesucht: Der gute trägt den Namen "2005 VL1" und soll die perfekte Größe und Geschwindigkeit besitzen. Jetzt fehlt nur noch die Einwilligung der NASA ...


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