Wem gehört die millionenschwere Zeppelin-Stiftung? Stadt und Nachfahre vor Gericht

Friedrichshafen – Ein Nachfahre des Luftschiffbauers Graf Zeppelin und die Stadt Friedrichshafen am Bodensee streiten um die millionenschwere Zeppelin-Stiftung - bereits seit Jahren. Nun kommt der Zwist erstmals vor Gericht.

Die mannshohe Statue von Graf von Zeppelin in Friedrichshafen.
Die mannshohe Statue von Graf von Zeppelin in Friedrichshafen.  © Felix Kästle/dpa

Der seit Jahren schwelende Streit um die Zeppelin-Stiftung in Friedrichshafen beschäftigt am Mittwoch das Verwaltungsgericht Sigmaringen.

Ein wesentlicher Punkt in der mündlichen Verhandlung (10 Uhr) werde die Frage sein, ob die Klage überhaupt zulässig ist, sagte ein Sprecher der Behörde.

Eingereicht hatte sie ein Nachfahre von Ferdinand Graf von Zeppelin im Jahr 2017. Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin will erreichen, dass die Stiftung nicht in der Hand der Kommune bleibt.

Der berühmte Luftschiffbauer Zeppelin hatte die Stiftung 1908 gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie der Stadt übertragen. Das sei unrechtmäßig geschehen, sagt Brandenstein-Zeppelin.

Er will die ursprünglich selbstständige Stiftung wiederbeleben - mit dem damaligen Zweck, die Luftfahrt zu fördern. Dazu hatte er auch einen entsprechenden Antrag beim Regierungspräsidium Tübingen eingereicht - dieses entschied jedoch zu Gunsten der Stadt Friedrichshafen.

Eine Büste zeigt Graf von Zeppelin.
Eine Büste zeigt Graf von Zeppelin.  © Felix Kästle/dpa

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