Hände weg von der Heckenschere! Sonst tötet ihr diese süßen Tiere

Ein Vogelbaby (links oben) wurde von der Heckenschere tödlich verletzt, seine Geschwister sind schwer traumatisiert und benötigen intensive Pflege.
Ein Vogelbaby (links oben) wurde von der Heckenschere tödlich verletzt, seine Geschwister sind schwer traumatisiert und benötigen intensive Pflege.

Leipzig - Weg mit der Heckenschere! Wer im Mai noch seine Hecken schneidet, kann damit schnell ein Familiendrama auslösen. Denn dort wohnen bereits Vogeleltern mit ihren Jungtieren, die den Klingen schutzlos ausgeliefert sind.

Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig warnt via Facebook vor dem gefährlichen Ordnungswahn im heimischen Garten. Die Tierschützer stellen klar: Heckenschneiden ist in der Brutzeit verboten!

Warum, das zeigt die Wildvogelhilfe anhand eines schockierenden Beispiels. So wurden die Tierschützer jüngst zu einem solchen Unfallort gerufen. Ein Hobby-Gärtner hatte mit seiner elektrischen Heckenschere ein Nest mit kleinen Jungvögeln erwischt.

Das grausame Ergebnis: Eines der Tiere wurde förmlich aufgeschlitzt. Einem weiteren Vogel schnitt die Klinge in den Unterschnabel, ein Geschwister-Tier erlitt schwere Verletzungen am Flügeln. Beide sind in Freiheit nicht mehr überlebensfähig.

Zwei der fünf Tiere überlebten die ungewollte Attacke unverletzt, doch sie und ihre zwei verletzten Geschwister sind traumatisiert. Die Tierschützer müssen die kleinen Vögel intensiv betreuen, damit sie Futter von Menschenhand nehmen.

Deshalb macht die Wildvogelhilfe noch einmal klar: Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze dürfen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September laut Bundesnaturschutzgesetz nicht abgeschnitten werden.

Wer es doch tut, könnte schnell eine ganze Vogel-Familie auf dem Gewissen haben.


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