Wer müllt unser Wäldchen so zu?

Karl-Hartmut Müller ist sauer: Das Biotop wird von Vandalen als illegale Müllkippe genutzt.
Karl-Hartmut Müller ist sauer: Das Biotop wird von Vandalen als illegale Müllkippe genutzt.

Von Eric Hofmann

Dresden - Früher Schweinemast, in 30 Jahren ein richtiger Wald: Für diese Vision pflanzen Naturfreunde in Dresden-Dölzschen über 10.000 Bäumchen.

Doch das Mini-Wäldchen hat schon jetzt den Ärger seiner größeren Verwandten: Skrupellose Öko-Vandalen nutzen das Biotop als illegale Müllkippe.

Rund 15.000 Bäumchen besiedeln bisher das 8 Hektar Gelände der alten Schweinemast im Stadtteil Dölzschen - ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, des Landesamts für Straßenbau und Verkehr und des Nabu.

Hier sollen Bäume gedeihen, die einst für den Bau der Autobahn 17 gefällt wurden.

„Wir machen das ehrenamtlich“, sagt Karl-Hartmut Müller vom Nabu.

„In 30 Jahren soll hier ein naturnaher Wald entstehen. Zurzeit pflanzen wir Winterlinden, Traubeneichen und Hainbuchen.“

Abfälle aller Art landen im Wäldchen.
Abfälle aller Art landen im Wäldchen.

Doch das Projekt wird durch Gedankenlosigkeit sabotiert: „Hier wird permanent Müll abgeladen“, so der Naturschützer.

„Das geht von Haushaltsabfällen bis zu Industrieabfällen. Sogar ein altes Auto stand schon im Wald.“

Bis zu zehnmal pro Woche wird verbotenerweise abgeladen. Schon jetzt kostete die Entsorgung über tausend Euro und da dem Nabu das Grundstück gehört, muss er auch schnellstmöglich handeln.

„Sonst bekommen wir ein Bußgeld von der Stadt“, so Müller.

Fotos: Christian Suhrbier


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