Wer verbirgt sich hinter dieser Maske?

Die Maske, ein Tuch um den Kopf, schwarzes Bühnenoutfi t - „The Dark Tenor“ liebt es düster.
Die Maske, ein Tuch um den Kopf, schwarzes Bühnenoutfi t - „The Dark Tenor“ liebt es düster.

Von Guido Glaner

Dresden - Wäre Batman ein Gruftie, er sähe aus wie dieser Mann. Und könnte Batman singen, wäre er nicht „The Dark Knight“, sondern „The Dark Tenor“. Eben dies hat der Sänger, der unter diesem Namen auftritt, dem Fledermausmann aus Gotham City voraus: die großartige Stimme. Gerade wieder ist „The Dark Tenor“ auf Tournee.

Düster ist seine Erscheinung, düster seine Bühnenshow. Ein Künstler der ein großes Geheimnis macht um sich. Weiß man von Batman immerhin den bürgerlichen Namen, Bruce Wayne, bleibt der des dunklen Sängers im Ungewissen. „Dark Tenor“, so meldet er sich selbst am Telefon. Anrufen kann man ihn nicht. Er ist es, der sich meldet. Auf dem Display des Telefons keine Nummer.

Wer verbirgt sich hinter der Maske? Wir wissen es nicht. Niemand soll wissen. Er sagt: „Auf diese Weise bleibe ich anonym und erziele doch maximale Aufmerksamkeit“.

* The Dark Tenor: „Symphony of Light“, 31. März, 20 Uhr, Lukaskirche, Eintritt: 46 Euro
* The Dark Tenor: „Symphony of Light“, 31. März, 20 Uhr, Lukaskirche, Eintritt: 46 Euro

Seit zwei Jahren ist „The Dark Tenor“ am Markt. Er verschmilzt Klassik und Pop in großem Stil, in dem er eigens für ihn komponierte Songs um klassische Musikmotive erweitert. Zusammen mit dem Produzenten Bernd Wendlandt hat er die Figur des Düster-Tenors entwickelt. Er sagt: „Das ist der Versuch, auf innovative Weise junge Leute für klassische Musik zu begeistern.“

Das erste Album „Symphony of Light“ und die folgende Tournee lassen ihn auf nachhaltigen Erfolg hoffen.

Ein bisschen etwas wissen wir doch über ihn - weil er‘s selbst verraten hat. Geboren in den USA, hat er mehr als zehn Jahre in Dresden gelebt: „Ich habe im Kreuzchor gesungen und im Chor der Semperoper“.

Ja, „The Dark Tenor“ kann singen. Und wie! In der Oper gibt der Tenor meistens den netten Charakteren Stimme, dagegen läuft’s dem Publikum in den Shows des „Dark Tenor“ nicht selten eiskalt den Rücken runter. Aber es ist nun mal so: Nichts ist so faszinierend wie das Düstere.

Fotos: imago


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