Wer will Dresdens geheime Schwebebahn haben?

Schwebezug-Spezialist Veit Appelt (l.) testet mit MOPO24-Reporter Torsten 
Hilscher die neue Technologie.
Schwebezug-Spezialist Veit Appelt (l.) testet mit MOPO24-Reporter Torsten Hilscher die neue Technologie.  © Eric Münch

Dresden - So muss sich das mit dem Fliegenden Teppich anfühlen: schwerelos, lautlos, aber leider auch ein wenig planlos. Denn die SupraTrans-Schwebetechnologie aus Dresden ist genial, bräuchte aber dringend eine erste öffentliche Referenzstrecke.

„Ich glaube, wir waren noch nie so weit“, sagt Forscher Oliver de Haas (46) und blickt auf das Testoval im ehemaligen Sachsenwerk Niedersedlitz. 

Dort schwebt ein Zweisitzer völlig lautlos über Schienen und bewegt Menschen! Neben ihm steht der Erfinder dieser SupraTrans genannten Technologie, die quasi die Fortsetzung des Transrapid ist: Ludwig Schultz (69). Der TU-Professor hat das Schweben auf Magnetfeldern, aber ohne klobige Leitschienen, vor mehr als 15 Jahren erfunden.

Inzwischen gibt es eine Version II. Sie wäre perfekt für Flughäfen, Industrieunternehmen oder Vergnügungsparks. Nur mit dem Marketing hat’s der geniale Professor nicht so, findet Veit Appelt. Der Ingenieur sieht zwar den SupraTrans auch zum ersten Mal. Doch er hat bereits Erfahrungen mit dem funktionierenden Transrapid in China gesammelt, plante die (geplatzten) Transrapid-Strecken in München und Bremen.

Nun legt er Schultz den Gang zu den Großinvestoren dieser Welt nahe. Denn eine „Schwebebahn“ am Dresdner Fernsehturm, wie derzeit ein Traum geht, ist viel zu mickrig, so Appelt.


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