"Kleiner blonder Idiot" räumt bei WWM ab und will sich Skelett kaufen

Moderator Günther Jauch staunte nicht schlecht über die Schlagfertigkeit des jungen Kandidaten.
Moderator Günther Jauch staunte nicht schlecht über die Schlagfertigkeit des jungen Kandidaten.  © dpa/Jörg Carstensen

Kelkheim - In seiner mittlerweile 19-jährigen Laufbahn als Moderator der Kult-Quiz-Show "Wer wird Millionär" dürfte Günther Jauch selten ein Kandidat mit so viel Pfiff untergekommen sein. Doch der 19-jährige Victor Brendel wusste auch einiges. Am Ende ging er mit 64.000 Euro nach Hause.

Wie das Höchster Kreisblatt am Donnerstag berichtete, wollte der junge Kelkheimer "da ein bisschen Leben reinbringen" und "provozieren im positiven Sinne." Das gelang dem medizinischen Fachangestellten mit seiner lockeren Art scheinbar sehr gut.

Zunächst noch wackelig bei den ersten, oft nicht ganz ernst gemeinten, Fragen, mauserte er sich ohne einen Joker zu verbrauchen auf die Gewinnsumme von 8000 Euro nach oben. Auch ein spontaner Schweißausbruch bremste ihn dabei nicht aus. Parallel dazu lieferten sich er und der TV-Profi immer wieder amüsante Wortgefechte.

"Sie machen so ein bisschen auf kleinen blonden Idioten. Sie möchten gerne unterschätzt werden, gell?" So nur eine der pikanten Spitzen Jauchs in Richtung des jungen Kandidaten. Er selbst hatte sich zuvor noch als kleinen blonden Idioten bezeichnet, da er während seiner Ausbildung zwischen lauter Frauen keinen leichten Stand gehabt hatte.

Im Verlaufe seiner beiden Auftritte bei "Wer wird Millionär" (19. und 26. Februar/20.15 Uhr) machte er eine enorme Entwicklung durch: vom unsicheren Bübchen, dem das Autohandel-Produkt "Kühlerdicht" absolut fremd war, bis hin zum tiefgründigen Zeitgenossen, dessen Lebensmotto "es ist besser, ein Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen" (Anmerkung der Redaktion: das Zitat stammt von Konfuzius) lautet.

Victor Brendel (19) gewann 64.000 Euro.
Victor Brendel (19) gewann 64.000 Euro.  © MG RTL D / Stefan Gregorowius

Und so trieb es ihn bis hin zur 16.000 Euro-Frage, die ihn das erste Mal so wirklich an seine Grenzen trieb, dort wurde nach der Abkürzung "DAU" gefragt.

Zwei Entscheidungshilfen verpulverte der junge Mann bis zur richtigen Antwort, die übrigens "Dümmster anzunehmender User" lautete und sich auf den Bereich der Informationstechnologie bezieht.

Ein wenig Small-Talk aus der Vergangenheit durfte dann natürlich auch nicht fehlen. So wusste Jauch zu berichten, dass sein Gegenüber einmal ein wenig pummeliger war und 20 Kilo zu viel auf den Rippen hatte. Dieser ist zwar mittlerweile gertenschlank, seine Liebe zum Essen sei ihm aber nicht abhanden gekommen. Deshalb trug er an den Füßen auch Socken mit Pommes- und Hot Dog-Musterung.

Die letzte richtige Antwort gab Brendel mit Hilfe seines Berufsschullehrers, der ihm mit "Ludwigsburg" die richtige Antwort auf eine nach einem Kaiser benannte Stadt nannte. Als dann die 125.000 Euro-Frage nach der Übersetzung des lateinischen Wortes "Claustrum" (Schloss) fragte, stieg der 19-Jährige aus. Damit hatte der leidenschaftliche Latein- und Standard-Tänzer mehr als genug Geld für eine Tansania-Reise und ein Skelett namens "Günther" für die geplante eigene Praxis gesammelt.

Den Grundstein für seinen Auftritt im TV legte Brendel übrigens bereits mit einer ausgefallenen Bewerbung, die insgesamt 32 Gründe für seine unbedingte Teilnahme umfassten. Einer davon: die Arbeit nahezu allein unter Frauen habe ihn bereits für jegliche Belastung im Fernsehen vorbereitet.

In der eigenen Praxis des medizinischen Fachangestellten soll später mal ein Skelett namens "Günther" stehen (Symbolbild).
In der eigenen Praxis des medizinischen Fachangestellten soll später mal ein Skelett namens "Günther" stehen (Symbolbild).  © Screenshot

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