300.000 Zierfische nach Großbrand in Lebensgefahr

Werdau - Ein Großbrand in einer Zierfischzüchterei im Zwickauer Ortsteil Steinpleis drohte 300.000 Jungfische zu töten. Die Gefahr ist noch nicht vorbei, denn ohne Strom laufen keine Wasserfilter, keine Wasserheizung und keine Sauerstoffversorgung.

Peter Günnel (45) schaut besorgt auf seine Jungfische.
Peter Günnel (45) schaut besorgt auf seine Jungfische.  © Sven Gleisberg

Am Abend hielt ein Autofahrer vor dem Betrieb im Steinwiesenweg und hupte wie verrückt. Inhaber Peter Günnel (45) kam zur Tür: "Da sah ich Flammen aus dem Betrieb schlagen." Der Autofahrer half Günnel beim Löschen, bis die Feuerwehr eintraf.

Der Brand zerstörte ein Lager und die Elektrik. Ruß bedeckt die großen Behälter mit knapp 300.000 Neonsalmlern und Segelflossern. Schaden: rund 50.000 Euro. Sollten die Fische sterben, könnte der Schaden sogar eine halbe Million Euro erreichen. Peter Günnel versorgt seit 2007 Zierfisch-Großhändler in Europa und Händler in der Region.

Der Unternehmer tut alles, um seine Fische zu retten: "Mit Zeitungspapier schöpfen wir den Ruß vom Wasser. Ein Elektromeister aus Ruppertsgrün kam noch in der Nacht und verlegte Notstrom. Aber wenn es zu kalt wird, droht ein Massensterben." Die Kripo tippt vorerst auf einen technischen Defekt.

Der Großbrand zerstörte ein Lager und die elektrische Anlage.
Der Großbrand zerstörte ein Lager und die elektrische Anlage.  © Sven Gleisberg

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