Sorgenkind Spaßbad wird mit Schulden finanziert

Werdau - Diese Entscheidung hat sich der Werdauer Stadtrat was kosten lassen: Mit 650.000 Euro jährlich wird das Spaßbad "Werdauer Badelust" ab sofort unterstützt (TAG24 berichtete).

Wirtschaftsförderer André Kleber hat sein Ziel erreicht - das Bad bleibt geöffnet.
Wirtschaftsförderer André Kleber hat sein Ziel erreicht - das Bad bleibt geöffnet.  © Uwe Meinhold

Seit 16 Jahren ist das Bad das Sorgenkind der Stadt. Ein jährliches Minus von 1,2 Millionen Euro, ein Schuldenberg von rund 20 Millionen Euro - das Bad stand vor dem Aus. Doch in der Stadt wurde gekämpft. Wirtschaftsförderer Andre Kleber appellierte vor der entscheidenden Sitzung im Rathaus: "Es ist das Ziel, unser Webalu weiter zu betreiben und nicht zu schließen."

Draufzahlen dürfen jetzt die rund 22.000 Einwohner: Extra für die Bad-Subvention wurde die sogenannte "Grundsteuer B" angehoben, welche Hauseigentümer an den Stadtsäckel abführen müssen. Und diese Kosten werden von den Vermietern auf die Nebenkosten der Mieter umgelegt. Außerdem nahm die Verwaltung einen Kredit auf und zapfte Rücklagen an.

Einer der Gründe für die Finanzmisere: Kalkuliert hatte man mit rund 250.000 Besuchern jährlich - im Schnitt kamen aber nur 160.000 Badegäste. Um Kosten zu senken, wurden die Öffnungszeiten verkürzt. Infos unter: www.webalu.de.

In der "Werdauer Badelust" versanken bereits rund 20 Millionen Euro.
In der "Werdauer Badelust" versanken bereits rund 20 Millionen Euro.  © Kristin Schmidt

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