Werden diese Chemnitzer Verbrechen 2017 endlich gelöst?

Der ungeklärte Prostituiertenmord von Chemnitz: Wer tötete in diesem Haus die Ungarin (25)?
Der ungeklärte Prostituiertenmord von Chemnitz: Wer tötete in diesem Haus die Ungarin (25)?  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz/Lichtenstein – Der Prostituiertenmord am Sonnenberg versetzte die Chemnitzer Rotlichtszene in Angst. Ein Unbekannter hatte Ende Oktober eine ungarische Hure (25) in ihrem Wohnungsbordell in der Zietenstraße getötet.

Der Fall ist ungeklärt - wie weitere schwere Straftaten. Die Polizei will diese Fälle 2017 endlich lösen.

"Bisher hat die Polizei nach dem Prostituiertenmord keinen Verdächtigen ermittelt“, sagte Staatsanwältin Ingrid Burghart (52). Details zu den Ermittlungen wollte sie nicht verraten.

Noch offen ist auch die Akte im Mordfall Michael K. (51). Der Chemnitzer Frührentner wurde 2011 in der Senefelder Straße mit 53 Messerstichen getötet. Die Polizei ermittelte: K.s tunesische Ehefrau Hayet (32) hatte ein Verhältnis mit dem Algerier Ahmed I. (47). K. wollte sich scheiden lassen.

Hayet fürchtete die Abschiebung und stiftete I. zum Mord an. Ahmed I. wurde gefasst und 2014 in Chemnitz zu neun Jahren Haft verurteilt. Hayet K. wird weiter von Interpol weltweit gejagt.

Weltweit gesucht: Hayet K. (32) soll den Mörder ihres Mannes Michael K. (51) angestiftet haben.
Weltweit gesucht: Hayet K. (32) soll den Mörder ihres Mannes Michael K. (51) angestiftet haben.  © Polizei

Ein vielgehasster Täter in Chemnitz ist eine selbsternannte Hilfspolitesse. Seit Mai stach er rund 210 Reifen auf. Meist standen die Wagen im Parkverbot. Die Polizei hat 3 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Noch schlimmer wütet ein Reifenstecher in Lichtenstein. Seit 2005 zählt die Polizei 450 platte Pneus. Auch hier warten 3 000 Euro Belohnung.

Tommy Trampenau (30) Volvo wurde in der Gießerstraße das 210. Opfer des Reifenstechers.
Tommy Trampenau (30) Volvo wurde in der Gießerstraße das 210. Opfer des Reifenstechers.  © Harry Härtel/Haertelpress

Extrem gefährlich und auf freiem Fuß sind die Autozündler in der Region. Im zweiten Halbjahr fackelten Brandstifter in der Region 27 Autos ab. Darunter zwölf in Chemnitz und drei in Oelsnitz.

Brandserie im Erzgebirge: In Lößnitz steckten Feuerteufel diesen Toyota bereits im Februar an.
Brandserie im Erzgebirge: In Lößnitz steckten Feuerteufel diesen Toyota bereits im Februar an.  © Niko Mutschmann

Eine weitere Brandserie bedroht den Chemnitzer Ortsteil Gablenz. Hier zündelten Brandstifter November/Dezember 14 Mal!

Furchtbare Feuer in Gablenz: Brandstifter schlugen seit November schon 14 Mal zu.
Furchtbare Feuer in Gablenz: Brandstifter schlugen seit November schon 14 Mal zu.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Polizei