Außergewöhnlicher Polizeieinsatz: Baby wird auf Autobahn geboren

Mutter und Kind waren wohlauf (Symbolfoto).
Mutter und Kind waren wohlauf (Symbolfoto).  © DPA/123RF/Evgeny Atamanenko

Werneck - Das es auch schöne Polizeieinsätze auf Autobahnen gibt, zeigte sich Donnerstagabend gegen 23 Uhr auf der A7 nahe Werneck, als ein ganz besonderer Notruf bei der Polizei einging.

"Eine Frau bekommt auf dem Standstreifen ihr Kind. Wir brauchen hier einen Rettungswagen", hieß es da am anderen Ende der Leitung.

Doch noch bevor der Rettungsdienst an besagtem Ort ankam, lag das Baby schon gesund und munter in den Armen seiner Mutter.

Laut später eintreffendem Notarzt und den Sanitätern, waren Mutter und Kind trotz des gewöhnungsbedürftigen Geburtsortes wohlauf.

Nun dürfen sich Mutter, Vater und Geschwister auf einen weiteren Wonneproppen in ihrer Mitte freuen.

Update, 17.17 Uhr: Bei der Mutter des Kindes handelt es sich um eine 35-Jährige aus dem Landkreis Bad Kissingen.

Als die Wehen einsetzten, machten sie sich gemeinsam mit ihrem Ehemann mit dem Auto auf dem Weg zu einem Krankenhaus nach Würzburg.

Kurz nach dem Autobahnkreuz Schweinfurt-Werneck wollte das Kind jedoch nicht mehr warten und die Wehen der Frau wurden so heftig, dass der Ehemann kurz vor einer Brückenbaustelle auf der rechten Fahrspur anhielt und der Frau half, das Fahrzeug zu verlassen.

Wie jetzt bekannt wurde, stand zu diesem Zeitpunkt auch eine Polizeistreife zufällig in der Nähe, die den Ernst der Lage erkannte und die "Einsatzstelle" mittels Streifenwagen und Blaulicht sicherte.

Danach kümmerten sich die Beamten mit dem Ehemann um die Frau, leisteten dem Ehemann seelische und moralische Unterstützung und riefen einen Krankenwagen.

Kaum hatte die Frau das Fahrzeug verlassen, war der kleine Leonard auch schon da und wurde vom Vater in eine Decke gehüllt.

Nach Eintreffen des Rettungswagens wurde die Nabelschnur durchtrennt und das Baby mit der Mutter in das Krankenhaus nach Würzburg gebracht. Beide sind erschöpft aber wohlauf und bei bester Gesundheit.