Kaufinteressent von Brauerei "Hasseröder" macht offenbar Rückzieher

Wernigerode - Der Verkauf der Traditionsbrauerei Hasseröder in Wernigerode an einen hessischen Finanzinvestor ist ins Stocken geraten.

Ob die ostdeutsche Biermarke Hasseröder tatsächlich an einen hessischen Finanzinestor aus Kronberg verkauft wird, ist offen.
Ob die ostdeutsche Biermarke Hasseröder tatsächlich an einen hessischen Finanzinestor aus Kronberg verkauft wird, ist offen.  © DPA

Der vor einem halben Jahr vereinbarte Verkauf steht ebenso in Frage wie die gleichzeitig vereinbarte Übernahme der Diebels-Brauerei in Nordrhein-Westfalen. Es seien wieder Gespräche mit anderen Interessenten aufgenommen worden, teilte der Eigentümer Anheuser-Busch Inbev Deutschland am Montag mit.

Der belgische Bierriese hatte sich im Januar mit der CK Corporate Finance Gruppe (CKCF) aus Kronberg darauf geeinigt, den Verkauf bis Mitte des Jahres abzuschließen (TAG24 berichtete).

Bisher sei CKCF jedoch nicht allen Vertragsanforderungen nachgekommen, hieß es in der Mitteilung. "Vor diesem Hintergrund führt Anheuser-Busch Inbev Deutschland parallel zur Zusammenarbeit mit der CK Corporate Finance Gruppe erneut Gespräche mit ausgewählten Interessenten." Der Verkauf sei aber nicht gescheitert und könne auch noch zustande kommen, betonte eine Sprecherin. CKCF war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

"Die NGG fordert, dass Anheuser-Busch Inbev jetzt rasch Klarheit über den weiteren Weg der traditionsreichen Standorte Wernigerode und Issum sowie aller weiteren Standorte und der Arbeitsplätze schafft", teilte die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten mit.

Angesichts stetig schrumpfender Bierabsätze will sich Inbev nach den Worten von Deutschland-Chef Harm van Esterik in der Bundesrepublik künftig voll auf die Weiterentwicklung seiner nationalen Marken Beck's, Franziskaner und Corona konzentrieren.


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