Western-Style und Gender-Trubel auf Kampnagel: Zehn Meter in den wilden Westen

Hamburg – Dennis Seidel ist nicht nur ein international gefeierter Autor und Performer, seine Shows gelten gemeinhin auch als ziemlich abgedreht. Ende Januar macht er die Kampnagel-Bühne mit einem Frauen-Western-Musical unsicher.

Besucher stehen vor dem Eingang einer großen Foyer-Halle vom Theater Kampnagel, das sich auch das "Internationale Zentrum der schöneren Künste" nennt.
Besucher stehen vor dem Eingang einer großen Foyer-Halle vom Theater Kampnagel, das sich auch das "Internationale Zentrum der schöneren Künste" nennt.

Frauen und Western? In den Köpfen der meisten bisher nach wie vor kein "Match" – höchstens im Saloon. Auch der Serien-Hit Westworld, eine US-amerikanische Science-Fiction-Western-Fernsehserie, hat an Klischees wie diesem noch nicht rütteln können.

Das ändert sich jetzt – zumindest auf der Theaterbühne "Kampnagel", in der ehemaligen Maschinenfabrik in der Jarrestraße, auch bekannt als das "Internationale Zentrum der schöneren Künste".

Dennis Seidel, international gefeierter Autor und Performer mit amtlich bescheinigter "geistiger Behinderung", verführt die Besucher hier in mehreren Vorstellungen zu einem abgedrehten Mix aus Western-Schau, Thriller und… Mädchen-Film!

"Es wird geschossen und getötet und auch geweint und gelacht", sag Seidel auf der Webseite des Theaters über sein Projekt, in dem er selbst angeblich "die Journalistin Laura Johnsson" spielt, "die im wilden Westen nach singenden Pferden wie Blue Jeans recherchieren tut. Oder ist sie keine Journalistin?" Das Stück bringe viel Spannung und auch Emotionen mit sich.

"Zehn Meter in den wilden Westen" nennt sich die dritte Regiearbeit von Dennis Seidel. Und die berührt mit Ästhetiken, die von der Norm abweichen, und jeder Menge Gendertrouble.

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