Bundesweiter Regen-Rekord und trotzdem nicht genug!

München - Die heftigen Regenfälle zum Monatsende haben die Trockenheit in Bayern nicht ausgleichen können.

In Kaufbeueren wurden die Straßen durch den Starkregen überflutete, doch die Wassermassen können die Trockenheit nicht ausgleichen.
In Kaufbeueren wurden die Straßen durch den Starkregen überflutete, doch die Wassermassen können die Trockenheit nicht ausgleichen.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Sina Schuldt/dpa

Mit im Schnitt gut 75 Litern Niederschlag pro Quadratmeter lag der Freistaat nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts zwar bundesweit auf Platz zwei, die Menge lag aber etwa ein Viertel unter dem Schnitt der vergangenen Jahre.

Vereinzelt waren die Regenfälle dennoch besonders stark: In Kreuth (Landkreis Miesbach) fielen am Sonntag 138,9 Liter Regen pro Quadratmeter.

Das ist der bundesweite Rekord im Juli 2019 und der höchste Wert für diesen Monat in Bayern seit 1977.

Der Hitze-Rekord im Freistaat war schon am 25. Juli gefallen: Kitzingen verlor den Titel nach vier Jahren an Kahl am Main (Landkreis Aschaffenburg) mit 40,4 Grad.

Auf bayerischen Äckern wächst dieses Jahr mehr Mais und deutlich weniger Raps als im Vorjahr.

Auf mehr als 550.000 Hektar Ackerfläche seien dieses Jahr verschiedene Maissorten gepflanzt worden, ein Anstieg von fast 9000 Hektar im Vergleich zu 2018, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag mit.

Bayerns Bauern setzen wegen trockener Felder auf Mais statt Raps

In Bayern wird wieder mehr Mais, statt Raps, angebaut.
In Bayern wird wieder mehr Mais, statt Raps, angebaut.

Obwohl im Freistaat 2019 rund 20.000 Hektar Boden für Ackerbau genutzt wurden als im Vorjahr, sank die Anbaufläche von Winterraps im Jahresvergleich um mehr als ein Viertel - rund 30.000 Hektar.

Dem Bayerischen Bauernverband zufolge liegt das an den ausgebliebenen Niederschlägen: "Schon im Herbst konnten viele Landwirte auf ihren trockenen Böden keinen Raps aussäen", sagte ein Sprecher.

Auf einigen Flächen sei im Frühjahr stattdessen Mais angepflanzt worden, teilte der Bauernverband mit. Der Mais nutze Nährstoffe effizient, wachse schnell und bereite den Landwirten unter anderem beim Pflanzenschutz besonders wenig Aufwand.

Auch der Soja-Anbau nimmt in Bayern zu: Die Anbaufläche stieg im Vergleich zum Vorjahr von 11.600 auf 15.700 Hektar.

Züchter schafften immer bessere Voraussetzungen, die Soja-Erträge zu verbessern, hieß es vom Bauernverband. Zudem spielten die Bohnen in der Ernährung eine immer größere Rolle.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Sina Schuldt/dpa

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