Heute Frost, morgen 20 Grad: Was macht das Achterbahn-Wetter mit uns?

Deutschland - Das Wetter fährt derzeit Achterbahn: Am Wochenende gab es einen heftigen Wintereinbruch und in den nächsten Tagen kommt der Spätsommer zurück. Was passiert bei einem solchen Auf-und-Ab mit uns?

Gassigehen war im Erzgebirge am Wochenende eine Herausforderung: Zu Minusgraden und Schnee kamen auch noch Sturmböen.
Gassigehen war im Erzgebirge am Wochenende eine Herausforderung: Zu Minusgraden und Schnee kamen auch noch Sturmböen.  © Uwe

Frostige Minus vier Grad zeigte das Thermometer am Sonntag am Fichtelberg, dazu kam jede Menge Schnee vom Himmel. Schon am Sonntagmorgen lagen zwei bis drei Zentimeter, am Abend waren es dann sogar zehn. Der Winterdienst im Dauereinsatz und Schneekettenpflicht auf der B 95 (TAG24 berichtete). Ein Wintertag, wie er im Bilderbuch steht.

Das hält aber nicht lange an: Während es am Montag noch recht frisch, bei maximal acht Grad ist, steigen die Temperaturen am Dienstag an, dazu gibt es erstmal Sonne satt. "Am Dienstagmorgen zieht die Bewölkung nach Norden ab, nachfolgend meist locker bewölkt und viel Sonnenschein", prophezeit der Wetterdienst.

Erst am Nachmittag kann es wieder etwas regnen. Dazu gibt es leicht böigen Wind, der nur auf dem Fichtelberg in Sachsen etwas heftiger ausfällt.

Die Temperaturen steigen dabei auf unglaubliche 20 Grad und das Ende Oktober. Am Mittwoch zeigt das Thermometer dann nur noch zehn bis 13 Grad an.

Warum genug um sich ärmellos zu kleiden, wird es wahrscheinlich nicht, trotzdem kann man am Dienstag nochmal Sonne und milde Temperaturen genießen.
Warum genug um sich ärmellos zu kleiden, wird es wahrscheinlich nicht, trotzdem kann man am Dienstag nochmal Sonne und milde Temperaturen genießen.  © 123RF

Gebietsweise macht das aber auch einen ganz schönen Temperaturunterschied innerhalb weniger Tage aus. Dieses Wetter-Auf-und-Ab kann laut Experten mehr oder weniger stark auf das allgemeine Wohlbefinden Einfluss nehmen.

Wer wetterfühlig ist, hat derzeit ein erhöhtes Risiko von Kopfweh und Migräne, Schwindel und allgemeinen Kreislaufbeschwerden. Auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit ist derzeit niedriger als üblich und es besteht erhöhte Unfallgefahr. Man ist müde und schlecht gelaunt. Sogar eine Belastung für Schizophrenie wird prognostiziert.

Anders sieht das allerdings Wetterexperte Jörg Kachelmann (60): Er vertritt die Meinung, dass nicht das Wetter für Körperleiden verantwortlich sei, sondern die Phantasie der Menschen (TAG24 berichtete). "Rührend sind vor allem die Begründungen, mit denen die sensible Schneeflöckli-Generation ihre Beschwerden begründet: Ich habe Beschwerden, wenn sich das Wetter ändert/ein Tief/ein Hoch aufzieht", schrieb er in einem Blogeintrag.

Eine Ausnahme gibt es: Bei Föhn-Winden kann es mal zu Kopfweh kommen, so Kachelmann.

Besonders im Osten herrscht derzeit eine erhöhte Erkältungsgefahr.
Besonders im Osten herrscht derzeit eine erhöhte Erkältungsgefahr.  © Screenshot/Wetter.de
Nicht nur bei den Temperaturen, auch bei Luftdruck gibt es derzeit Schwankungen.
Nicht nur bei den Temperaturen, auch bei Luftdruck gibt es derzeit Schwankungen.  © Screenshot/Donnerwetter.de

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