Wetter in Hamburg: Das war's erstmal mit Frühlingsgefühlen

Hamburg - Achtung, jetzt wird es ungemütlich! Der Frühling startet im Norden nass und windig. Hamburg muss laut Wetterbericht in den kommenden Tagen mit einem starken Sturm rechnen.

Dunkle Regenwolken ziehen über den Hamburger Himmel hinter der Elbphilharmonie.
Dunkle Regenwolken ziehen über den Hamburger Himmel hinter der Elbphilharmonie.  © dpa/Axel Heimken

Verantwortlich dafür ist Tief "Alexander", das sich von Irland und Großbritannien aus nähert, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

Deswegen startet bereits der Sonntag in Hamburg windig und regnerisch.

Der Regen soll im Laufe des Tages nachlassen, der Wind ebenfalls, gegen Abend frischt er wieder auf und kann an der Küste stürmische Böen erreichen.

Immerhin bleibt es mit bis zu 12 Grad tagsüber sehr mild.

Dennoch ist es erstmal vorbei mit dem T-Shirt-Wetter, das wir noch bis Mitte der Woche genießen konnten.

Der Sonntag ist aber wohl nur ein kleiner Vorgeschmack auf den kommenden Sturm "Bennet".

Der soll nach den Berechnungen des DWD im Tagesverlauf aus einem Wolkenband von "Alexander" entstehen und das Wetter am Montag bestimmen.

Wegen der erwarteten Sturmböen stehen in den Karneval-Hochburgen die traditionellen Rosenmontag-Umzüge vor der Absage (TAG24 berichtete).

Stürmischer Wind wirbelt Sand am Elbstrand bei Övelgönne auf.
Stürmischer Wind wirbelt Sand am Elbstrand bei Övelgönne auf.  © dpa/Daniel Bockwoldt

An der Nordsee erreicht "Bennet" vermutlich Orkanstärke, in Hamburg werden ab Montagvormittag schwere Sturmböen erwartet.

Wenn Ihr also wegen des frühlingshaften Winters bereits Balkon und Terrasse eingerichtet habt, solltet Ihr diese sichern, bevor etwas wegfliegt.

Außerdem regnet es am Montag; der DWD geht sogar davon aus, dass es stellenweise Gewitter in Norddeutschland geben kann.

Die Tageshöchst-Temperatur liegt bei 12 Grad in Hamburg.

In der Nacht gibt es weitere Schauer, der Sturm zieht aber langsam ab und wird schwächer.

Am Dienstag soll es wieder regnerisch und windig werden. Auch der Rest der Woche soll von Wolken und Regen bestimmt werden.

Traumhaftes Frühlingswetter ist also derzeit nicht in Sicht. Aber mild bleibt es.

Bis Mitte März sollen sich die Höchsttemperaturen in der Spannbreite zwischen 5 und 12 Grad bewegen, Frost wird nur in wenigen Nächten erwartet.

Februar deutlich zu warm

Der DWD hat inzwischen Bilanz für den Februar gezogen. Was wir alle gespürt haben, untermauern Messdaten: Der Februar war viel zu warm!

Mit 5,3 Grad lag der Temperaturdurchschnitt in Hamburg um 4,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Auch in Schleswig-Holstein war es 4 Grad zu warm.

Die Regenfälle waren durchschnittlich, die Sonnenscheindauer war dagegen außergewöhnlich.

Neuer Rekord in Schleswig-Holstein: Knapp 110 Stunden schien die Sonne, normal wären 65 Stunden. In Hamburg gab es 115 Stunden Sonnenschein, statt der üblichen 64 Stunden.

Update, 4. März, 16.22 Uhr:

Sturm "Bennet" hat am Montagvormittag erste Schäden in Hamburg angerichtet. Ein Baum fiel auf die Linie U1, der Zugverkehr kam zeitweise zum Erliegen (TAG24 berichtete). Ansonsten hat der Sturm aber vergleichsweise wenig Schäden angerichtet.

Titelfoto: dpa/Axel Heimken, Screenshot/Wetteronline

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