Dürre in Köln: Parks braun und 80.000 Straßenbäume im Stress

Köln - Die Dürre im Rheinland trifft nicht nur Landwirte, sondern sorgt auch im Kölner Stadtgebiet für Probleme. Parks verfärben sich braun vor Trockenheit, Bäume lassen die ausgedörrten Blätter hängen.

Am Aachener Weiher ist der Rasen staubtrocken und bräunlich verfärbt.
Am Aachener Weiher ist der Rasen staubtrocken und bräunlich verfärbt.  © DPA

Der Kölner Grüngürtel hat momentan seinen Namen kaum verdient. Am Aachener Weiher haben sich die beliebten und sonst grünen Wiesen in eine staubige Halbwüste verwandelt.

Joachim Bauer, stellvertretender Chef im Kölner Grünflächenamt, sagt zur aktuellen Dürre: "Diese Hitze zusammen mit der Trockenheit macht den Pflanzen in Köln zu schaffen."

  • Angefangen bei den Wiesen und Parks im Kölner Stadtgebiet: "Die Wiesen sind braun, das ist einfach so." Doch Bauer sagt auch: "Sobald es regnet, wächst frisches Gras rasch nach, da befinden sich genug Samen im Boden." Bis dahin bleiben die Wiesen braun.
  • Schlechter steht es um die 80.000 Kölner Straßenbäume: "Die haben echten Stress. Sie haben kein frisches Wasser, stehen meist an versiegelten Plätzen und müssen so die reflektierende zusätzliche Sonneneinstrahlung aushalten. Wir gehen davon aus, dass wir Ausfälle haben werden", schätzt der Experte vom Grünflächenamt. In den Parks geht es den Bäumen laut Bauer noch etwas besser, aber auch hier fehlt frisches Wasser.
  • Und wie steht es um die gepflanzten Blumen? "In der Flora und im Rheinpark machen die Mitarbeiter momentan kaum etwas anderes, als die Blumen zu gießen." Mit etwa 102.000 Blumen wurden nahezu die Hälfte aller 236.000 Sommerblüher in die Beete des 40 Hektar großen denkmalgeschützten Rheinparks gepflanzt.

Anders als andere Städte ruft die Stadt Köln nicht dazu auf, Bäume zu gießen. Neue Bäume würden so gepflanzt und zunächst drei Jahre versorgt, dass sie später ohne Hilfe wachsen müssten. Zudem könnten versiegelte Straßenbäume ohnehin nur schwer gegossen werden. Das Wasser liefe größtenteils wohl oberirdisch ab.

Nur größere Regenmengen können die Dürre beenden.

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