Pünktlich zum 1. April: Chaos nach Wintereinbruch

In Chemnitz fiel in den Morgenstunden Schnee.
In Chemnitz fiel in den Morgenstunden Schnee.

Von Tina Hofmann

Dresden - Soll das ein Scherz sein, oder was? Der April zeigt sich gleich an seinem ersten Tag von der besten Seite. Völlig unerwartet hat es am Freitag in weiten Teilen Deutschlands einen Wintereinbruch gegeben.

Das sorgt bei den Menschen nicht nur für verwunderte Blicke, sondern auf den Straßen in Sachsen, aber vor allem Thüringen und Sachsen-Anhalt für Chaos.

Während es in Sachsen mit 37 Unfällen seit Mitternacht in den Revierbereichen Chemnitz und Zwickau noch realtiv ruhig ist, geht es in Thüringen und Sachsen-Anhalt richtig zur Sache.

"Es kracht etwas häufiger als sonst", sagte eine Polizeisprecherin in Chemnitz. Auf der A4 und der A72 gab es bislang fünf Crashs.

Auf den Autobahnen in Thüringen und Sachsen-Anhalt ging teilweise gar nichts mehr (Symbolfoto).
Auf den Autobahnen in Thüringen und Sachsen-Anhalt ging teilweise gar nichts mehr (Symbolfoto).

In Thüringen und Westsachen fielen bis in die Morgenstunden rund 10-20 Zentimeter Neuschnee und die Flocken haben noch nicht einmal aufgehört zu tanzen!

Fatal: Viele Menschen haben aufgrund des bevorstehenden Frühlings bereits die Sommerreifen aufgezogen. Sie sehen nun richtig alt aus.

In weiten Teilen Thüringens, aber auch in Westsachen ist es gefährlich glatt auf den Straßen. Auf der A4 bei Bad Hersfeld und auch bei Wildeck/Dreieck Obersuhl stehen Lkw quer, per Funk werden sie gebeten, an die Seite zu fahren, um den Autos Platz zu machen.

Auch auf der A5 und der A7 herrscht völliges Chaos. Bei diesem unerwarteten Wintereinbruch fragt man sich vor allem, wie die Temperaturen in den kommenden Tagen plötzlich auf 22 Grad ansteigen sollen.

Denn die sind für kommenden Dienstag zumindest in weiten Teilen Sachsens vorausgesagt. Bereits am Sonnabend soll das Thermometer auf 15 Grad ansteigen, kommende Woche dann die 20-Grad-Marke knacken.

Beim Blick aus dem Fenster fällt der Glaube daran gerade etwas schwer! Aber der April wird es schon richten...

Auf dem Weißen Hirsch in Dresden waren die Blumen mit Schnee bedeckt.
Auf dem Weißen Hirsch in Dresden waren die Blumen mit Schnee bedeckt.
In Dresden-Bühlau sah es so aus.
In Dresden-Bühlau sah es so aus.
Die A4 Richtung Chemnitz musste am Vormittag zwischen Nossen und Hainichen nach einem Unfall voll gesperrt werden.
Die A4 Richtung Chemnitz musste am Vormittag zwischen Nossen und Hainichen nach einem Unfall voll gesperrt werden.

Fotos: dpa; Bernd Rippert; Ove Landgraf; privat


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