30 Grad am Polarkreis! Aber das Wetter spielt auch anderswo verrückt

Europa/Welt - Das Wetter zeigt sich derzeit in Extremen. Für die meisten dürften die hohen Temperaturen in der Ferienzeit gerade richtig kommen. Aber mancherorts ist es zu heiß und zu trocken.

Ein Feld über einem Fjord in Südgrönland den Anbau von Weißkohl und Eisbergsalat.
Ein Feld über einem Fjord in Südgrönland den Anbau von Weißkohl und Eisbergsalat.  © DPA

Im Mittelmeerraum gibt's sonniges Wetter mit hochsommerlichen Temperaturen. Das ist "normal". Heiße Wüstenluft aus der Sahara bringt in den Urlaubsländern Spanien, Südfrankreich, Italien und Kroatien bis hin nach Griechenland und in die Türkei verbreitet Höchstwerte über 30 Grad. Aber auch deutlich über 35 Grad kann's dort geben.

40 Grad sind auf Zypern zu überstehen. In der Provinz Murcia im Südosten Spaniens gab's am Wochenende heiße 39 Grad. Auf Mallorca, Korsika, Sizilien und Malta gab's Werte bis 36 Grad. Auf der italienischen Mittelmeerinsel Pantelleria und auf Zypern stand die 4 am Thermometer - 40 Grad!

Noch höher hinaus ging's in Algerien: 50 Grad! Richtung Afrika herrscht Pizzaofenhitze. In der Nacht kühlt es hier gebietsweise nicht unter 30 Grad ab.

Den ungewöhnlichsten "Rekord" hat Skandinavien zu vermelden.
Auch im Norden Europas zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite - der hohe Luftdruck, der sich von den Azoren bis in den Norden des Kontinents ausweitete, hat hier in den vergangenen Tagen außergewöhnlich hohe Temperaturen gebracht.

30 Grad am Polarkreis erreicht

Heiße Wüstenluft aus der Sahara bringt in den Urlaubsländern Spanien, Südfrankreich, Italien und Kroatien bis hin nach Griechenland und in die Türkei Höchstwerte.
Heiße Wüstenluft aus der Sahara bringt in den Urlaubsländern Spanien, Südfrankreich, Italien und Kroatien bis hin nach Griechenland und in die Türkei Höchstwerte.  © DPA

Das berichtet >> weather.com. "Selbst am nördlichen Polarkreis kamen die Werte mehrfach über 25 Grad voran. Am vergangenen Donnerstag (12. Juli) wurden im finnischen Kevo und norwegischen Banak ganz weit im Norden der jeweiligen Länder sogar knapp über 30 Grad erzielt." Damit war es nördlich des Polarkreises also sogar wärmer als bei uns in Deutschland, als wir die kurze "Kältewelle" erlebten mit Temperaturen nur um die 15 bis 20 Grad.

Wie geht's in Deutschland weiter?

Am Dienstag bilden sich nur vom Schwarzwald und dem Bayerischen Wald bis in die Alpen bei einem Wechsel von Sonne und Wolken einzelne Schauer und Gewitter. Vom Westen und Nordwesten bis in die Mitte sind lokale Gewitter, die auch durchaus kräftig ausfallen können, nicht ausgeschlossen, sagt >> wetter.de voraus.

Meist aber gibt es viel Sonne - außer im Osten der Republik. Von Polen her können sich gebietsweise dickere Wolken und zum Teil auch mit Gewittern durchsetzter Regen ausbreiten. Die Höchstwerte liegen zwischen 21 Grad am Alpenrand, 26 Grad in Dresden und 32 Grad in Frankfurt/Main. Von Gewitterböen abgesehen, weht nur ein schwacher Wind aus West bis Nord.

Der heutige Dienstag wird der wohl wechselhafteste Tag dieser Woche. Im Süden und Westen steigen im Tagesverlauf die Schauer- und Gewitterneigung. Örtlich sind auch Unwetter nicht auszuschließen. Da kommt dann mächtig starker Regen oder Hagel runter.

Im Nordosten und Osten von Polen her macht sich leider schauerwillige Luft auf den Weg. Dazu bringen es die Spitzenwerte auf 20 Grad an den Alpen und bis zu 32 Grad am Rhein.

Auch 2010 schon schwand im Norden Grönlands die sommerliche Meereisbedeckung des Arktischen Ozeans. Der Klimawandel hat den Süden der Rieseninsel am Polarkreis bereits erfasst.
Auch 2010 schon schwand im Norden Grönlands die sommerliche Meereisbedeckung des Arktischen Ozeans. Der Klimawandel hat den Süden der Rieseninsel am Polarkreis bereits erfasst.  © DPA

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