Großeinsatz: 100 Polizisten sichern Gymnasium

100 Beamte kontrollieren am Donnerstag die Schüler in Wettin.
100 Beamte kontrollieren am Donnerstag die Schüler in Wettin.

Wettin - Großeinsatz für die Polizei am Donnerstagmorgen in Wettin (Sachsen-Anhalt): 100 Beamte kontrollieren Schüler des Burg-Gymnasiums.

Noch gibt es keine Klarheit, was genau sich im Saalekreis ereignet hat. Die Sicherheitsmaßnahmen sind massiv.

Fest steht: Die Polizei im Saalekreis sichert seit Donnerstag 6 Uhr das Burg-Gymnasium in Wettin, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Wie ein Polizeisprecher durchsickern ließ, gab es seit Anfang der Woche mehrere Drohmails gegen das Gymnasium. Und diese nimmt die Polizei anscheinend sehr ernst: Die Beamten kontrollieren am Gymnasium konsequent alle Schüler.

Der Einsatz mit 100 Beamten soll noch bis 14 Uhr am Donnerstag andauern. Details und konkrete Inhalte der Drohungen sind noch nicht bekannt.

UPDATE 09:03 Uhr:

Der Unterricht findet nach MDR-Informationen mit Verspätung statt. Es werden Rucksäcke und Taschen kontrolliert, die Schüler seien verunsichert. Auch Sprengstoff-Suchhunde sind im Einsatz. Polizeisprecher Müller vor Ort: "Seit Montag gibt es Drohungen. Wir haben keine Hinweise, dass die E-Mails von Schülern oder Lehrern stammen."

In den vergangenen Tagen seien die Schüler immer wieder nach Hause geschickt worden, Lehrer mussten in ein anderes Gebäude umziehen. Die Beamten vor Ort und die Spürhunde haben bisher nichts gefunden.

Nach unbestätigten Informationen sollen Schüler am Mittwoch nach der sechsten Stunde nach Hause geschickt worden sein. Anwohner sprachen von einer Bombendrohung, die Polizei nahm dazu noch keine Stellung. Ein Polizeisprecher räumte aber ein, dass "Staftaten gegenüber dem Gymnasium angedroht wurden."

Sollten Beamte am Donnerstag nichts finden, geht der Einsatz am Freitag vermutlich weiter. Auf MOPO24-Anfrage konnte die zuständige Polizeidienststelle keine Auskunft geben. "Alle verantwortlichen Beamten sind am Burg-Gymnasium im Einsatz. Es wird in Kürze eine große Lagebesprechung geben", so eine Sprecherin.

Das Landeskriminalamt versuche nun zu ermitteln, wer der Absender der Drohmails ist. Ein Account, von dem aus eine Email geschickt wurde, soll bereits wieder gelöscht worden sein. "Die Kriminalpolizei arbeitet im Hintergrund", so Polizeisprecher Müller.

Die Schule erhielt seit Montag mehrere Drohmails.
Die Schule erhielt seit Montag mehrere Drohmails.
Die Beamten konnten am Donnerstag bei den Durchsuchungen in der Schule nichts finden.
Die Beamten konnten am Donnerstag bei den Durchsuchungen in der Schule nichts finden.

Fotos: dpa


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