WhatsApp-Kettenbrief sorgt gerade für Panik unter Schülern

Herford/Bielefeld – In Herford (Ostwestfalen) haben rund 20 Schüler eine WhatsApp-Sprachnachricht bekommen, in der ihnen eine Computerstimme mit dem Tod droht.

Die Horror-Nachricht macht vielen Schülern Angst. (Symbolbild)
Die Horror-Nachricht macht vielen Schülern Angst. (Symbolbild)  © 123RF

Eine gruselige Voicemail hat unter den Schülern des Herforder Friedrichsgymnasiums die Runde gemacht, in der es heißt: "Hallo. Bevor Du denkst, dass der Kettenbrief nicht stimmt – Du liegst falsch. Der Kettenbrief stimmt."

"Wenn Du den Kettenbrief nicht an mindestens 20 Kontakte weiterschickst, wirst Du mich heute Nacht um 24 Uhr in Deinem Zimmer finden. Ich werde in einer Ecke stehen und Dich die ganze Nacht lang beobachten", droht die verzerrte weibliche Stimme weiter.

Mehr als zehn Minuten geht die Horror-Voicemail, die von einem WhatsApp-Kontakt namens Momo verbreitet wurde und auf blutige Weise den Tod des Empfängers schildert.

Als WhatsApp-Bild sei eine Horrorfratze zu sehen, eine Frau mit herausquellenden Augen und einem verzerrten Mund.

Wie Polizeisprecher Steven Haydon gegenüber der Neuen Westfälischen berichtete, sei das Phänomen "Momo" vor Monaten schon einmal im Kreis verbreitet worden.

Zudem sei es bereits international bekannt. Erstmals sei die Horror-Mail von einem japanischen Absender aus nach Spanien verschickt worden, heißt es.

Kettenbriefe strafrechtlich nicht relevant

Die Polizei rät, Nachrichten von unbekannten Kontakten gleich zu löschen. (Symbolbild)
Die Polizei rät, Nachrichten von unbekannten Kontakten gleich zu löschen. (Symbolbild)  © 123RF

Das Phänomen der Kettenbriefe sei nicht neu, so der Polizeisprecher. "Im Unterschied zu früher, wo diese analog verschickt wurden, ist die betroffene Personenzahl eben nur deutlich größer."

Strafrechtlich sei so eine Nachricht höchstens als "geschmackloser Scherz" einzuordnen, erklärt Haydon.

Trotzdem sollen die Ängste der Kinder ernst genommen werden. "Das Stichwort heißt hier Medienkompetenz", betonte Haydon und ermutigt Eltern und Lehrer, mit ihren Kindern über die verantwortungsvolle Nutzung der sozialen Medien zu sprechen.

Nachrichten von unbekannten Absendern sollen am besten ignoriert und gelöscht werden.

Außerdem sollen die Eltern ihren Kindern das Phänomen Kettenbrief erklären und klar machen, dass die Drohungen, die darin ausgesprochen werden, nicht ernst zu nehmen seien.

Zunächst sei es jedoch wichtig, dass die Kinder sich einer anderen Person in ihrem Umfeld anvertrauen, nur dann kann ihnen auch die Angst genommen werden.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0