Diese Funktion schränkt WhatsApp jetzt drastisch ein

Menlo Park - Nach den sich häufenden Lynchmorden in Indien (TAG24 berichtete) zieht der Messenger-Dienst WhatsApp weitreichende Konsequenzen. Diese betreffen nicht nur indische Nutzer.

Das massenhafte Weiterleiten von Nachrichten via WhatsApp soll künftig nicht mehr möglich sein.
Das massenhafte Weiterleiten von Nachrichten via WhatsApp soll künftig nicht mehr möglich sein.  © 123RF

Wie das Unternehmen in einem Blog-Eintrag am Donnerstag mitteilte, werde das gleichzeitige Weiterleiten von Nachrichten an viele verschiedene Kontakte probeweise begrenzt, und das für alle WhatsApp-Nutzer weltweit.

Eine genaue Anzahl nannte der Messenger-Dienst in dem Beitrag nicht. Auf dem Technikblog "Recode" war jedoch von 20 statt bisher 250 erlaubten Weiterleitungen die Rede.

In Indien, wo diese Funktion besonders rege genutzt werde, greift WhatsApp zu einer weiteren Maßnahme: Hier soll es künftig nur noch möglich sein, fünf Chats gleichzeitig zu führen. Außerdem werde der Button für die schnelle Weiterleitung von Mediendateien entfernt.

Indien ist mit 200 Millionen Nutzer der größte Markt für den beliebten Messenger. In den vergangenen Wochen kam es hier wiederholt zu Lynchmorden, nachdem auf WhatsApp Fake-News über angebliche Kindesentführungen verbreitet worden waren. Mehrere Menschen starben.

"Wir glauben, dass diese Änderungen - die wir weiterhin evaluieren - dazu beitragen werden, dass WhatsApp das bleibt, als was es konzipiert wurde: eine private Messaging-App", betonte das Unternehmenin seiner Mitteilung.

Erst vor Kurzem hatte WhatsApp die Kennzeichnung von weitergeleiteten Nachrichten eingeführt, um die Sicherheit zu erhöhen und Nutzer zu sensibilisieren - offenbar nicht mit dem erhofften Erfolg.

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