Polizei stellt 4000 illegale Böller sicher

Trotz Warnungen sind immer noch Unmengen an illegalen Feuerwerkskörpern im Umlauf.
Trotz Warnungen sind immer noch Unmengen an illegalen Feuerwerkskörpern im Umlauf.

Dresden - 4000 illegale Böller hat die Bundespolizei in den vergangenen Wochen allein in Sachsen sichergestellt.

Und auch der Zoll verbuchte laut Oxana Richter vom Zollfahndungsamt Dresden bereits Anfang Dezember rund 3000 beschlagnahmte, illegale Sprengsätze. Dabei sind diese unüberschaubar gefährlich.

Laut Christian Meinhold, Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna, sei der Großteil im Grenzgebiet zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik entdeckt worden.

Doch die Polizei warnt weiterhin vor dem Kauf und der Verwendung solcher Knaller. Und droht mit Geld- und sogar Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren.

Was diesen Knallkörpern fehlt, ist das Prüfsiegel der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

Letztes Jahr stellte der Zoll 7600 illegale Böller sicher - dieses Jahr werden es voraussichtlich etwas weniger sein.
Letztes Jahr stellte der Zoll 7600 illegale Böller sicher - dieses Jahr werden es voraussichtlich etwas weniger sein.

Dieses garantiert für ein gewisses Maß an Sicherheit.

Menschen, die Feuerwerkskörper ohne dieses Siegel benutzen, setzen sich somit einem erhöhten Risiko aus. Berichte von Verbrennungen, Gehörschäden, Verlust von Gliedmaßen (meist Fingern) und sogar Todesfälle sind nichts Neues.

Zudem bringt man nicht nur sich selbst, sondern auch weitere Anwesende in Gefahr. Denn zum Teil besäßen die Kracher "noch immer Pfropfen aus Dolormit", erklärt Christian Meinhold.

Diese können gefährliche Splitter erzeugen, so dass die Böller auch für die Umgebung zum Risiko werden.

Wer illegale Sprengkörper entdeckt, gibt diese am besten in der nächsten Polizeidienststelle ab. Von einer Entsorgung auf eigene Faust rät Polizeihauptkommissar Meinhold ab. Denn die Gefahr schaffe man damit nicht aus der Welt ...

Fotos: dpa


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