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Wie geht's jetzt mit der Zeltstadt weiter?

Dresden - Nach den Gewaltattacken Freitagabend blieb eine erneute Eskalation am Samstag vor dem Lager aus. Doch die Stimmung blieb gereizt. Wie geht es weiter?
Langsam kehrt jetzt der Alltag in der Zeltstadt ein.
Langsam kehrt jetzt der Alltag in der Zeltstadt ein.

Von Katrin Richter, Markus Giese [&] Uwe Blümel

Dresden - In das Flüchtlings-Camp an der Bremer Straße sind mittlerweile 721 Menschen eingezogen. Nach den Gewaltattacken Freitagabend blieben bis Sonntag erneute Eskalationen vor dem Lager aus.

Doch die Stimmung unter schaulustigen Asylgegnern und -befürwortern blieb gereizt. Es wurde viel diskutiert.

Derweil verließen die Flüchtlinge morgens in kleinen Gruppen das Lager, erkundeten ihre neue Umgebung. Sie waren an Armbändern mit einer Nummer zu erkennen, mussten sich beim Sicherheitsdienst mit einem Papier ausweisen.

„Die erste Nacht verbrachten 469 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Albanien, Pakistan, Indien und Eritrea im Lager - etwa ein Drittel Frauen. Außerdem sind 50 Kinder in den Zelten untergebracht“, sagte Dr. Holm Felber (57), Sprecher der Landesdirektion.

Blick in die Unterbringung der Zeltstadt - fast wirkt es wie ein Campingausflug.
Blick in die Unterbringung der Zeltstadt - fast wirkt es wie ein Campingausflug.

Das Lager wurde am Samstag auf 1100 Schlafplätze aufgestockt. Für die vergangene Nacht waren weitere 430 Flüchtlinge aus Chemnitz angekündigt. 21 Uhr fuhren sie dort los.

Felber: „Sie kommen nachts, weil sich das DRK wünschte, tagsüber in Ruhe aufbauen zu können.“

87 THW-Helfer aus den Ortsverbänden Dresden, Radebeul, Bautzen, Dippoldiswalde, Kamenz, Pirna und Zittau unterstützten den Aufbau. Sie wurden abends von Kollegen aus Thüringen abgelöst.

„Auch etwa 50 Flüchtlinge packten beim Bettenaufbau selbst mit an“, sagte THW-Sprecher Ralf Mancke.

Fünf Dusch- und Sanitärcontainer, dazu weitere Toiletten, wurden aufgestellt. Mit zwei Lkw-Ladungen voller Gewichte wurden die Zelte sturmfest gemacht.

In Windeseile hatten die fleißigen THW-Helfer die Zeltstadt errichtet.
In Windeseile hatten die fleißigen THW-Helfer die Zeltstadt errichtet.

Ähnliche Lager wie die Dresdner Zeltstadt baut das THW sonst nach Erdbeben auf.

Vor Ankunft der ersten Flüchtlinge war es an der Bremer Straße zu Ausschreitungen zwischen Teilnehmern einer NPD-Kundgebung und Gegendemonstranten mit zusammen rund 550 Teilnehmern gekommen. Dabei wurden zwei 15 und 25 Jahre alte Frauen sowie ein 60-Jähriger verletzt. Auch DRK-Mitarbeiter und ein ZDF-Fernsehteam wurden angegriffen.

Ein 25-Jähriger warf eine Verkehrswarnbake, wurde festgenommen, befindet sich aber wieder auf freiem Fuß.

Sachsens Regierung und Parteien verurteilten die Gewalt und Übergriffe.

„Diejenigen, die das tun, werden wir unerbittlich verfolgen und zur Rechenschaft ziehen.“, kündigte Staatskanzlei-Chef Fritz Jaeckel (CDU) an.

Einige der Neuankömmlinge erkunden die Umgebung ihrer Unterkunft.
Einige der Neuankömmlinge erkunden die Umgebung ihrer Unterkunft.
Vor dem Gelände gab's ein Kommen und Gehen von Neugierigen.
Vor dem Gelände gab's ein Kommen und Gehen von Neugierigen.

Cundasawmy (44) nimmt zweiten Anlauf

Cundasawmy Narainee (44) wurde kurzfristig nach Dresden verlegt.
Cundasawmy Narainee (44) wurde kurzfristig nach Dresden verlegt.

Cundasawmy Narainee (44) stammt ursprünglich aus Mauritius.

„Die letzten 20 Jahre habe ich aber in Syrien gelebt“, sagt sie. Zuletzt in Idlib, einer Provinz, in der jetzt der IS das Sagen hat.

Einen Mann und vier Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren habe sie dort zurückgelassen. Die Idee: In Europa Asyl beantragen, dann die Familie nachholen. Weg vom Bürgerkrieg.

Nur: In Dänemark, wohin Cundasawmy letzten Herbst vom türkischen Izmir aus flog, hat man ihren ersten Asylantrag schon abgelehnt.

„Dort sagte man mir, ich solle nach Mauritius gehen, schließlich hätte ich zwei Nationalitäten.“ Doch das will Cundasawmy nicht - auch weil fraglich sei, ob sie ihre Familie dorthin mitnehmen könne.

Also fuhr sie nach Deutschland und stellte in Berlin einen weiteren Asylantrag. Sie wurde registriert, nach Chemnitz geschickt, blieb eine Woche dort.

Von ihrer Verlegung nach Dresden erfuhr die Mutter erst am Freitag, kurz vor der Abreise.

Den Aufruhr vor der Unterkunft am Freitagabend hat sie kaum verstanden. „Da waren sehr viele Leute“, sagt sie. „Wir hatten Angst, wussten nicht, was los war.“

Jetzt schläft sie in einem 15-Personen-Zelt und wartet auf den 21. August. Dann hat sie die nächste Anhörung bei den Behörden. Bis dahin hofft sie weiter.

Ein Junge aus Kaschmir ist plötzlich erwachsen

Hat bis Dresden viel durchmachen müssen: Mohamad Zaroon.
Hat bis Dresden viel durchmachen müssen: Mohamad Zaroon.

Mohamad Zaroon weint, als er seine Geschichte erzählt.

„Ich komme aus einer Grenzstadt in Kaschmir. Indische Truppen haben dort meine Eltern erschossen“, sagt er. Mit seinem Bruder sei er daraufhin über Pakistan, den Iran und die Türkei nach Griechenland geflohen - das letzte Stück im Boot.

Mohamad: „Wir kenterten, rund die Hälfte der etwa 80 Leute an Bord ertrank.“ Darunter sein Bruder.

Das war 2011. Nach Jahren in Griechenland habe er nun versucht, nach Deutschland zu kommen. In Passau griff die Polizei ihn auf.

„Die Behörden glauben mir nicht, dass ich erst 16 bin“, klagt Mohamad. Tatsächlich wurde er in Passau von Beamten auf 18 geschätzt - nur deshalb konnte er erst nach Chemnitz und jetzt nach Dresden geschickt werden.

Mohamad fühlt sich allein in der Zeltstadt. Andere Leute aus Kaschmir gebe es nicht. Neben vielen Sorgen hat er noch einen Traum.

„Ich würde gern Fotograf werden“, sagt er und weiß doch: Sehr wahrscheinlich ist das nicht.

Fotos: Ove Landgraf, Christian Essler, privat

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