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Wie rechts sind Sie, Frauke Petry?

Dresden - Frauke Petry (40), seit vergangenem Sonntag die alleinige Bundesvorsitzende der AfD. Politische Kommentatoren sehen in der gebürtigen Dresdnerin die neue Galionsfigur der politischen Rechten in Deutschland und verleihen ihr gern das Prädikat „gefährlich“. Wie tickt diese Frau, was will sie und wie rechts ist sie wirklich? Ein Annäherungsversuch.
Trotz einer harten, ereignisreichen Woche hat Frauke Petry noch gut lachen. Doch ist auch absehbar: Die Kritik an ihr und ihrer Partei wird nicht nachlassen.
Trotz einer harten, ereignisreichen Woche hat Frauke Petry noch gut lachen. Doch ist auch absehbar: Die Kritik an ihr und ihrer Partei wird nicht nachlassen.

Von Alexander Bischoff

Dresden - Sie hat in dieser Woche die Schlagzeilen bestimmt: Frauke Petry (40), seit vergangenem Sonntag die alleinige Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD).

Politische Kommentatoren sehen in der gebürtigen Dresdnerin die neue Galionsfigur der politischen Rechten in Deutschland und verleihen ihr gern das Prädikat „gefährlich“. Ihren kometenhaften Aufstieg an die Parteispitze quittieren liberale AfDler derzeit mit Massenaustritten.

Wie tickt diese Frau, was will sie und wie rechts ist sie wirklich? Ein Annäherungsversuch.

Donnerstagabend, ein Lokal im Leipziger Westen. Ziemlich abgehetzt, das Handy am Ohr, hastet eine kleine Frau im Business-Kostüm die Treppen herunter.

Sie wirkt müde, die parteiinternen Grabenkämpfe haben Spuren in ihrem Gesicht hinterlassen. Wer Frauke Petry verstehen will, muss ihre Vita kennen.

Aufgewachsen im Niederlausitzer Chemiearbeiternest Schwarzheide, mit 14 in die westfälische Zechenstadt Bergkamen übersiedelt.

Von dort aus ging‘s auf die Überholspur: Einser-Abitur als Jahrgangsbeste, Chemie-Studium in England und Göttingen, danach Promotion zur „Dr. rer. nat“ mit „Magna cum laude“ (sehr gut).

Knallharte Politikerin: Frauke Petry, hier beim Parteitag in Bremen, hat „AfD-Vater“ Bernd Lucke gerade zum Austritt aus der Partei getrieben.
Knallharte Politikerin: Frauke Petry, hier beim Parteitag in Bremen, hat „AfD-Vater“ Bernd Lucke gerade zum Austritt aus der Partei getrieben.

Nebenbei ihren Klassenkameraden Sven geheiratet - er war der Zweitbeste, ist heute Pfarrer. Vier Kinder gehören zur Familie, die im beschaulichen Tautenhain (Landkreis Leipzig) im Pfarrhaus wohnt.

Doch auch die sich selbst als „genetisch ehrgeizig“ bezeichnende Powerfrau flog schon aus der Kurve.

Vor zwei Jahren war das, da schlitterte ihr 2007 gemeinsam mit Mutter Renate (74) gegründetes Unternehmen PURinvent, das ökologisch korrekte Dichtmittel für Reifen produzierte, in die Pleite.

Noch kurz zuvor war Petry für diese Geschäftsidee, die auf einem Patent ihrer Mutter basierte, mit Gründerpreisen und Ehrungen bis hin zur Bundesverdienstmedaille überhäuft worden.

Und jetzt musste sie sogar Privatinsolvenz anmelden.

Doch Aufgeben und Hängenlassen sind Fremdworte in Petrys Welt. Für die Firma fand sie neue Investoren und dann ging‘s wieder auf die Überholspur - diesmal in der Politik.

Rechts, nationalkonservativ, rechtspopulistisch - wo sind Sie zu verorten Frau Petry?

Bei der Antwort gefriert ihr sonst eher gewinnendes Lächeln, die Körpersprache geht in Abwehrhaltung. „Der Begriff rechts ist unscharf und wird in der Öffentlichkeit gern mit rechtsextrem gleichgesetzt“, moniert Petry.

Und überhaupt seien das ja alles nur inhaltsleere Etiketten, die ihr da aufgepappt werden. „Und über Etiketten will ich nicht reden.“

Am Donnerstagabend im Leipziger Restaurant Stelzenhaus: Während ihr Widersacher Bernd Lucke frustriert seinen Parteiaustritt verkündet, trifft sich AfD-Chefin Frauke Petry mit Morgenpost- Reporter Alexander Bischoff zum Gespräch.
Am Donnerstagabend im Leipziger Restaurant Stelzenhaus: Während ihr Widersacher Bernd Lucke frustriert seinen Parteiaustritt verkündet, trifft sich AfD-Chefin Frauke Petry mit Morgenpost- Reporter Alexander Bischoff zum Gespräch.

Gut, dann zu den Inhalten. Wie bewerten Sie die Anti-Asyl-Proteste in Freital? „Ich halte es für falsch, vor diesem Heim zu demonstrieren, die Menschen die dort untergebracht sind, nutzen ja nur geltendes Recht“, antwortet Petry, die als „Wirtschaftsflüchtling“ einst selbst Ausgrenzungserfahrungen machen musste.

Anfang 1990 war das, kurz nach der Übersiedlung ihrer Familie in den Westen.

„Ich habe ja nichts gegen die Leute aus dem Osten, aber müssen sie jetzt wirklich alle gleich zu uns kommen“, erinnert sich Petry an den abfälligen Kommentar einer Beamtin in der Meldestelle Dortmund.

Der Protest gehöre nicht vor das Heim sondern vor Institutionen und Parteizentralen, sagt Petry. „Wir brauchen endlich eine Trennung von Asyl- und Einwanderungsrecht, ein richtiges Einwanderungsgesetz wie in Kanada“.

Soll heißen: Politisch Verfolgte sollen nach Petrys Vorstellung weiterhin Asyl und staatliche Unterstützung genießen, Wirtschaftsmigranten sollen begrenzt einwandern können - aber nur, wenn sie ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft und ohne staatliche Stütze bestreiten können.

Was fällt Frauke Petry zum Thema Integration ein? Bei ihr werden da Erinnerungen an die Schulzeit in Bergkamen wach, wo die Familien türkischer Mitschülerinnen versucht hätten, die Kinder von den deutschen Mädchen zu „separieren“ und wo Mutter Renate, die als Vorlese-Oma in den Kitas unterwegs war, gefragt wurde, ob sie die Märchen auch auf türkisch vortragen könne, weil viele Kinder sie sonst nicht verstehen würden.

Frauke Petry beim Einzug der AfD in den Sächsischen Landtag.
Frauke Petry beim Einzug der AfD in den Sächsischen Landtag.

„Einwanderer haben die Pflicht, sich an die Gesellschaft anzupassen und nicht anders herum“, erklärt Petry.

Für Aufsehen sorgt auch immer wieder Petrys konservatives Familienbild. Sie propagiert die Drei-Kind-Familie und steuerliches Familiensplitting nur für traditionelle, sprich Hetero-Ehen.

Politische Gegner sehen darin eine Art „Reichsmüttertum“ der 1930er Jahre.

Die promovierte Naturwissenschaftlerin sieht es eher wissenschaftlich rational: „Wenn man zwei Kinder statistisch braucht, um das Bevölkerungsniveau zu erhalten, wir aber seit 60 Jahren einen Geburtenrückgang haben, muss es im Schnitt mehr als zwei Kinder pro Familie geben, damit wir diesen Trend umkehren.“

Und aus Homo-Ehen, die sie zwar als Lebensform, nicht aber als staatliches Begünstigungsmodell akzeptiert, gingen nun mal keine Kinder hervor.

Und dann wird‘s spannend. Dass sich auch Rechtsextremisten, Verschwörungstheoretiker und andere Verfassungsfeinde von der AfD angezogen fühlen, akzeptiert Petry.

„Junge Parteien ziehen immer auch buntes Publikum mit teilweise abstrusen Ideen an, die sind aber bei uns eine Minderheit“, sagt sie.

Und betont dann, dass die AfD zwar nicht extremistisch sei, aber: „Mit extremistisch denkenden Menschen muss man als Politiker reden, man kann sie nicht ausgrenzen“, erklärt Petry.

Mutter Petry ist im Herzen also lediglich konservativ, aber offen für alle Kinder, auch für die rechten und die rechtsextremen? „Wir unterscheiden nicht in gute und schlechte Wähler, wir wollen auf Grund unseres Programms gewählt werden“, sagt sie und ihr Dauerlächeln verschwindet für einen Augenblick von den Lippen.

Und was ist das Ziel? 2017 in den Bundestag einziehen und irgendwann in der Regierung sitzen, gibt Petry klare Kante.

Und erwähnt eine Prognose, die das AfD-Wählerpotenzial „in der Nähe von 20 Prozent“ sieht. Und dafür braucht es offenbar jede Stimme - auch die der „Schmuddelkinder“.

Fotos: Ralf Seegers, dpa/Maja Hitij

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