Wie sparsam ist das Tesla-Taxi wirklich?

Das große „T“ der Energie: Tesla-Logo auf der Front des 
Dresdener E-mobil-Taxis.
Das große „T“ der Energie: Tesla-Logo auf der Front des Dresdener E-mobil-Taxis.  © Eric Münch

Dresden - Ist Euch dieses Flüstertaxi schon aufgefallen? Seit reichlich einem Jahr fährt Wolfgang Pfützner (53) Dresdens einziges Elektro-Taxi (TAG24 berichtete). Mit seinem Tesla S-85d (422 PS) stromert der Taxifahrer immer nachts durch die Landeshauptstadt.

Für TAG24 zieht er nach 44.238 gefahrenen Kilometern Bilanz, verrät Vor- und Nachteile des Oberklasse-E-Autos.

Die Zahlen: Sein 2,2-Tonnen-Stromer brauchte alles in allem durchschnittlich 28,75 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. „Da sind Ladeverluste und Standzeiten samt eingeschalteter Heizung miteingerechnet“, so Pfützner. Zum Vergleich: Der kleinere E-Golf aus der Gläsernen Manufaktur braucht laut Hersteller 12,7 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Was heißt das für den Geldbeutel? In Euro umgerechnet kam Pfützner je nach Jahreszeit auf Fahrtkosten von 4,64 Euro pro 100 Kilometer bis hin zu 10,02 Euro. Der Schnitt liegt bei 6,47 Euro - immer noch günstiger als Diesel oder Benziner.

Ups! Wo bei anderen Autos der (Verbrennungs-)Motor sitzt, hat das Tesla-Taxi einen geräumigen 
Stauraum.
Ups! Wo bei anderen Autos der (Verbrennungs-)Motor sitzt, hat das Tesla-Taxi einen geräumigen Stauraum.  © Eric Münch

„Im Winter treibt vor allem die Heizung den Verbrauch in die Höhe“, so der Taxifahrer. Sein Vorteil: Fast 33 Prozent des verbrauchten Stroms konnte er von seiner heimischen Solaranlage tanken. Nur bei öffentlichen Stromtankstellen gezapft lägen die Kosten bei durchschnittlich 7,82 Euro pro 100 Kilometer.

Was die Betriebskosten weiter senkt: „Weil ein komplizierter Motor samt Getriebe fehlt, sinken die Kosten für Verschleißteile.“ Kleiner Haken: Steht das Auto länger rum, verliert es an Ladeleistung. „Das muss mit neueren Batterien besser werden“, so Pfützner.

Und was sagen die Fahrgäste? Die meisten Kunden mögen den E-Antrieb: „Das nahezu geräuschlose Fahren beeindruckt viele.“

Sein Kaufgrund vor über einem Jahr: „Ich wollte die Elektroautos unbedingt ausprobieren, hatte zuletzt einen Siebensitzer mit Verbrennungsmotor.“

Die Wahl fiel auf den Tesla, weil andere Hersteller noch nicht die Reichweite von 400 Kilometern anboten. Na dann, gute Fahrt!

Zufrieden mit einigen Abstrichen: Taxi-Fahrer Wolfgang Pfützner (53) ist seit 
einem Jahr mit seinem Stromer unterwegs.
Zufrieden mit einigen Abstrichen: Taxi-Fahrer Wolfgang Pfützner (53) ist seit einem Jahr mit seinem Stromer unterwegs.  © Eric Münch

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