Wie viele Millionen braucht Dresden für seine Schulen?

Sicherungskästen und Elektrik sind völlig veraltet.
Sicherungskästen und Elektrik sind völlig veraltet.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Dresden hat bei seinen Schulen einen riesigen Investitionsstau. Abgebaut werden kann er kaum, weil Dresden weiter rasant wächst.

Im Jahr 2008 habe der Sanierungsbedarf aller Schulen rund 650 Millionen Euro betragen, so die Schätzung von OB Dirk Hilbert (44, FDP) auf eine Anfrage von Linken-Chef André Schollbach (37).

„Der Bedarf konnte damals und kann auch heute nur geschätzt werden. Der aktuelle Bedarf liegt wahrscheinlich in vergleichbarer Größenordnung, trotz des Abschlusses zahlreicher Sanierungsmaßnahmen und Neubauvorhaben“, so Hilbert.

Immerhin: Das sächsische Förderpaket „Brücken in die Zukunft“ (109 Millionen Euro) soll komplett in Schulen fließen. Stadträtin Anja Apel (56, Linke), Mitglied im Bildungsausschuss: „Wir werden darauf achten, dass die ohnehin geplanten Mittel der Stadt für den Bau von Schulen und Kindergärten nicht gekürzt werden, nur weil jetzt eine Verrechnung mit den Mitteln des Förderprogramms möglich wäre.“

Ob das bislang unsanierte berufliche Schulzentrum „Prof. Dr. Zeigner“ saniert wird, ist offen. Es steht nur auf der Warteliste. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU): „Häufig rutschen Schulen auf der Warteliste noch nach.“

Das Schulzentrum „Prof.-Dr. Zeigner“ in der Äußeren Neustadt wartet auf eine Sanierung.
Das Schulzentrum „Prof.-Dr. Zeigner“ in der Äußeren Neustadt wartet auf eine Sanierung.

Fotos: Thomas Türpe


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