Keine Wetter-Entwarnung! Katastrophen-Gebiete ausgerufen

Deutschland - Keine Entwarnung für die Menschen in den Alpen: Bis in die Nacht zu Freitag wird es nach Angaben des Deutschen Wetterdienst (DWD) nahezu ununterbrochen schneien.

Die Karte von Wetteronline zeigt: Auch am heutigen Donnerstag wird in weiten Teilen Deutschlands Schnee erwartet.
Die Karte von Wetteronline zeigt: Auch am heutigen Donnerstag wird in weiten Teilen Deutschlands Schnee erwartet.  © Wetteronline.de

Auch im Erzgebirge ist weiterhin mit Non-Stop-Schneefall zu rechnen, wie DWD-Meteorologen am Mittwoch vorhersagten. In tieferen Lagen bleibe es dagegen bei nasskaltem Wetter.

Leichte Schneefälle auch im Flachland sind nach DWD-Angaben am Freitag südlich der Linie Vorpommern-Hannover-Aachen zu erwarten, während es im Nordwesten mild und regnerisch bleibt.

Im Erzgebirge und am Alpenrand legt der Dauerschnee der Prognose zufolge am Freitag dagegen eine kurze Pause ein. Aber: Bereits am Wochenende droht die nächste Ladung Schnee.

Nach dem Abklingen der stürmischen Böen könnte am Samstag auch wieder ein kräftiger Westwind wehen, der in Hochlagen auch stürmisch ausfallen kann.

+++ TAG24 berichtet im Live-Ticker über die aktuelle Wetterlage +++

Update 20.17 Uhr: Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen und Katastrophenalarm im Landkreis Berchtesgaden müssen die Skeleton-Wettkämpfe am Freitag abgesagt werden:


Update 19.01 Uhr: Ein Schweizer Hotel ist von Lawine überrascht worden. Donnerstagnachmittag traf eine Lawine die Schweizer Schwägalb schwer. Ein Hotel und eine Käserei sind unter den Schneemassen begraben. Es gab Verletzte!

Update 18.30 Uhr: Stromausfälle in Österreich - große Probleme bei der Stromversorgung. Tausende Haushalte in den besonders stark betroffenen Gebieten waren am Donnerstag zeitweise ohne Strom.

Update 17.25 Uhr: 30 Kilometer Stau auf der A8. Zwischen Rosenheim-West und Bergen müssen Autofahrer erneut viel Geduld mitbringen. Schneeräumfahrzeuge sind im Einsatz!

© DPA

Katastrophenfall Landkreis Traunstein

Update 17.15 Uhr: Nach den starken Schneefällen gilt auch im Landkreis Traunstein (Oberbayern) der Katastrophenfall. Die schweren Schneemassen seien eine Gefahr für die Menschen in der Region. Man werde auch auf Hilfe der Bundeswehr zurückgreifen (alle Infos im TAG24-München-Ticker).

Betrunkene Mutter sitzt mit Baby im Schnee

Update 16.05 Uhr: Im bayerischen Allgäu haben Polizisten einen frierenden Säugling vor dem Schnee gerettet und mit einer Uniformjacke warmgehalten (TAG24 berichtete).

Kind von umstürzendem Baum erschlagen: Ein neunjähriges Kind ist in Aying (Landkreis München) von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Die Polizei ging am Donnerstagnachmittag davon aus, dass der Baum unter der hohen Schneelast zusammengebrochen war.

Update 14.35 Uhr: Die heftigen Schneefälle in weiten Teilen Österreichs haben der Tourismusbranche einen herben Dämpfer versetzt. Skiurlauber und Autofahrer brauchen starke Nerven, denn immer mehr Orte sind aufgrund der sehr großen Lawinengefahr nicht mehr erreichbar - darunter auch der Ort Galtür in Tirol.

Heftiges Schneetreiben an einer Raststätte in Sankt Martin am Grimming.
Heftiges Schneetreiben an einer Raststätte in Sankt Martin am Grimming.  © DPA

Rekord-Schneefälle selbst in Israel

Update 14.33 Uhr: In Israel steht sonst um diese Zeit der Frühling schon in den Startlöchern. Doch auch im Norden des kleinen Landes am Mittelmeer gibt es derzeit Rekord-Schneefälle und stürmisches Wetter.

Der Wasserspiegel vom See Genezareth sei in 48 Stunden um fast 20 Zentimeter gestiegen. Und der höchste Berg der Region, der Mt. Hermon in den Golanhöhen, hat schon mindestens einen Meter Neuschnee. Die Schneefälle sollen frühestens am Wochenende nachlassen, berichtet das israelische Nachrichtenportal "Ynet News".

Obwohl die starken Niederschläge über Israel hauptsächlich im Norden des Landes konzentriert sind, wird zeitweilig auch starker Regen in Zentral- und Südisrael erwartet. Die Menschen sorgen sich deshalb vor möglichen Überschwemmungen.

Update 14.21 Uhr: Bereits seit Samstag ist etwa der kleine Ort Hohentauern in der Steiermark von der Außenwelt abgeschnitten. "Es kommt seit Samstag, 15 Uhr, keiner rein und keiner raus". Das Problem: Entlang der Zufahrtsstraße herrscht auf beiden Seiten des Ortes sehr große Lawinengefahr. Rund 750 Menschen sind derzeit in der Ortschaft, davon sind rund 330 Gäste. Bis Freitag wird in Hohentauern noch mit einem Meter Neuschnee gerechnet - zusätzlich zu den mehr als zwei Metern Schnee, die schon liegen.

Update 14.15 Uhr: Am Flughafen München wurden ungefähr 50 Flüge wetterbedingt annulliert - allerdings liege das an den Witterungsverhältnissen an anderen Orten und nicht an den Schneeverhältnissen an Deutschlands zweitgrößtem Airport, sagte ein Sprecher am Morgen.

Am Flughafen München wird das Vorfeld von Schnee befreit.
Am Flughafen München wird das Vorfeld von Schnee befreit.  © DPA

Bahnbetrieb in Sachsen ruht weitgehend

Update 14.06 Uhr: Der massive Wintereinbruch hat den Schienenverkehr in weiten Teilen Sachsens zum Erliegen gebracht. Nach der Länderbahn und der Mitteldeutschen Regiobahn musste auch die Erzgebirgsbahn am Donnerstag Strecken sperren. Wegen Schneebruchs wurden am Vormittag die Verbindungen zwischen Chemnitz und Olbernhau sowie zwischen Chemnitz und Annaberg-Bucholz komplett eingestellt, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Bereits seit dem Vortag fuhr zwischen Zwickau und Johanngeorgenstadt kein Zug mehr.

Auch auf der Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz wurden Fahrgäste auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Wegen blockierter Gleise war die Strecke des RE6 zwischen Geithain im Landkreis Nordsachsen und Chemnitz gesperrt, teilte die Mitteldeutsche Regiobahn mit (MRB). Die Züge pendelten zwischen Leipzig und Geithain. Von dort nach Chemnitz sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden.

Verschneite Gleise am Bahnhof in Aue.
Verschneite Gleise am Bahnhof in Aue.  © DPA

Lawinengefahr: Zwei Täler gesperrt

Update 14.04 Uhr: Wegen Lawinengefahr hat die Gemeinde Oberstdorf in Bayern am Donnerstag Zufahrten zu zwei Tälern gesperrt. Rund 65 Anwesen, darunter mehrere Hotels, seien davon betroffen, sagte die Pressesprecherin der Marktgemeinde, Christine Uebelhör. Die Bewohner und Urlauber im Stillachtal und in dem südlichen Bereich des Trettachtals seien bereits am Mittwoch über die bevorstehende Sperrung informiert worden. Wer wollte, konnte deswegen abreisen.

Auch die Talstation der Fellhornbahn konnte wegen der Sperrung nicht mehr erreicht werden und musste geschlossen werden. Der Bergbahnbetreiber stellte zudem den Betrieb der Oberstdorfer Nebelhornbahn wegen der Witterungsbedingungen ein. Die Gebäude in den zwei Tälern sind nach Einschätzung der Experten nicht gefährdet, nur an den Straßen in die Ortsteile drohten Lawinenabgänge. Am Freitag sollen lawinengefährliche Schneemassen falls möglich gesprengt werden.

Update 12.59 Uhr: Die Nationalparkzentren Lusen und Falkenstein im Bayerischen Wald sind aufgrund hoher Schneebruchgefahr komplett gesperrt worden.

Wichtige Bundesstraße wegen Lawinengefahr gesperrt

Update 12.11 Uhr: Wegen der hohen Lawinengefahr ist die für Skifahrer und Reisende wichtige Bundesstraße 307 in Oberbayern teilweise gesperrt worden. Zwischen den Kreuther Ortsteilen Wildbad Kreuth und Kreuth-Bayerwald nahe der Grenze zu Österreich fließt dort seit Donnerstagmorgen kein Verkehr mehr. Wie lange die Sperrung andauern wird, sei noch nicht absehbar, sagte eine Sprecherin des Landratsamts Miesbach.

Wintersportler gelangen über die B307 zum Skigebiet am Achensee in Österreich. Reisende und Pendler nutzen die Bundesstraße, um die Inntalautobahn zu umfahren. Im Alpenraum galt am Donnerstag die zweithöchste Lawinenwarnstufe.

Katastrophenfall im Berchtesgadener Land ausgerufen

Update 11.21 Uhr: Wegen der anhaltenden Schneefälle hat das Landratsamt für den südlichen Landkreis Berchtesgadener Land am Donnerstag den Katastrophenfall ausgerufen (TAG24 berichtete).

Nur die Bundeswehr kommt mit ihren Fahrzeugen gegen die Schneemassen noch an.
Nur die Bundeswehr kommt mit ihren Fahrzeugen gegen die Schneemassen noch an.  © Bernd März

Winter legt Verkehr auf der A 72 lahm

Update 11.20 Uhr: Heftiger Schneefall hat den Verkehr auf der Autobahn 72 in Oberfranken zeitweise zum Erliegen gebracht (TAG24 berichtete). Nach Polizeiangaben vom Donnerstag blieben mehrere Lastwagen am Vorabend in Richtung Hof liegen und blockierten die Strecke vollständig. Auch für die Räum- und Streufahrzeuge war kein Durchkommen mehr. Erst nach Mitternacht floss der Verkehr wieder langsam.

Auf der Autobahn 72 gab es aufgrund des schlechten Wetters teils erhebliche Verkehrsbehinderungen.
Auf der Autobahn 72 gab es aufgrund des schlechten Wetters teils erhebliche Verkehrsbehinderungen.  © DPA

Update 11.16 Uhr: Auf den Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen in Bayern hat der Winterdienst seit Jahresbeginn rund 85.000 Tonnen Streusalz ausgebracht. Das waren etwa 25 Prozent des im vergangenen Winter verbrauchten Streusalzes, wie Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Donnerstag weiter mitteilte. Mehr als 3000 Straßenarbeiter sorgten für freie Strecken in allen Regionen. Der Minister zeigte sich in einer Mitteilung zuversichtlich, "dass wir auch bei noch bevorstehenden Schneefällen gut gewappnet sein werden."

Zu Beginn des Winters hatte das Ministerium 620.000 Tonnen Streusalz lagern lassen. Wegen des starken Schneefalls und umgestürzter Bäume sind viele Straßen in Bayern gesperrt. Vereinzelt kommen Räumfahrzeuge nicht hinterher, die Strecken von den Schneemassen zu befreien.

Die Schneeräumfahrzeuge kommen bei den Schneemassen kaum hinterher. (Symbolbild)
Die Schneeräumfahrzeuge kommen bei den Schneemassen kaum hinterher. (Symbolbild)  © DPA

Zugverkehr in Teilen Sachsens eingestellt

Update 11.13 Uhr: Der Wintereinbruch hat den Zugverkehr im Vogtland und in Ostsachsen teilweise zum Erliegen gebracht. Wie die Länderbahn am Donnerstag mitteilte, geht auf einigen Strecken wegen umgestürzter Bäume und Schneeverwehungen nichts mehr. Die Hauptstrecken des Trilex von Bischofswerda nach Zittau und von Bischofswerda nach Görlitz sind wegen Baumstürzen komplett gesperrt. Die Räumung der Strecke nach Görlitz sei schwierig, da das Befahren des Waldes lebensgefährlich sei, teilte das Bahnunternehmen mit Bezug auf Auskünfte der Feuerwehr mit.

In Richtung Zittau fahre ein Erkundungszug mit Sägetrupps, um die Trasse zu räumen. Zwischen Dresden und Bischofswerda würden die Züge pendeln. Ein Ersatzverkehr ist den Angaben zufolge nicht möglich, weil die Busbetriebe witterungsbedingt keine Überlandfahrten machen können. Wie lange die Sperrungen dauern, war zunächst nicht absehbar.

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