Wieder dieser Norweger! Riiber gewinnt Ritt durch den Tiefschnee

Klingenthal - Wieder dieser Jarl Magnus Riiber! Mit seinem zehnten Saisonsieg sicherte sich der Norweger beim Weltcup der Nordischen Kombinierer den Gesamtweltcup.

Jarl Magnus Riiber (M.) aus Norwegen gewinnt vor Ilkka Herola (li.) aus Finnland und Fabian Rießle aus Deutschland.
Jarl Magnus Riiber (M.) aus Norwegen gewinnt vor Ilkka Herola (li.) aus Finnland und Fabian Rießle aus Deutschland.  © DPA

Bei einem brutal schweren Rennen durch den Klingenthaler Tiefschnee setzte er sich nach 28:43,3 Minuten im Zielsprint gegen den Finnen Ilka Herola und Fabian Rießle (Breitnau) durch.

Aber was war das für ein verrückter Tag im Oberen Vogtland. Die Schneefront über Sachsen hatte auch Klingenthal fest im Griff. Das Springen zu Mittag musste abgesagt werden. "Der Schnee ging noch. Aber wir hatten bis zu neun Meter pro Sekunden Wind", sagte FIS-Renndirektor Lasse Ottesen aus Norwegen zur Absage. So kam der provisorische Wettkampfsprung vom Freitag in die Wertung, den Manuel Faißt aus Baiersbronn gewann. Johannes Rydzek (Oberstdorf) war abgeschlagen und verzichtete auf den Lauf.

Die zehn Kilometer waren nicht von Pappe. Die Strecke hoch auf den Schwarzberg und wieder zurück in die Arena gehört schon bei idealen Bedingungen zu einer der härtesten im Weltcup. Im Tiefschnee noch mehr. Riiber als Sieger brauchte knapp drei Minuten länger als noch am Sonnabend.

Faißt als Schneepflug vorn weg ließ die beiden Österreicher Wilhlem Denifl (2. nach dem Springen) und Franz-Josef Rehrl (3.) sowie Riiber (4.) auflaufen. Später kam auch Rießle (5.) dazu. In der vierten der fünf Runden waren auch Herola (10.) und Vinzenz Geiger (8.) dran.

Was dann passierte, ärgerte Bundestrainer Herrmann Weinbuch. Faißt und Rießle leisteten fast vier Runden Führungsarbeit, standen permanent im Schneesturm, während Riiber im Windschatten lief. "Da sind wir nicht clever genug. Da brauchst du unheimlich viele Körner und die fehlten uns am Ende. Das hat mir nicht gefallen. Das müssen wir besprechen."

Am letzten Anstieg gingen Herola, Riiber und Rießle weg. Wie schon tags zuvor kam es zum Zielsprint, bei dem eben Riiber die geschonten Kräfte einsetzte, vor Herola und Rießle siegte. Geiger wurde am Ende Vierter.

Nordische Kombination (Weltcup, Einzel, Großschanze, 10 km): Jarl Magnus Riiberaus aus Norwegen freut sich im Ziel über seinen Sieg.
Nordische Kombination (Weltcup, Einzel, Großschanze, 10 km): Jarl Magnus Riiberaus aus Norwegen freut sich im Ziel über seinen Sieg.  © DPA

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