Warum fahren streikende Amazon-Mitarbeiter aus Leipzig nach Berlin?

Leipzig - Beim Internetversandhändler Amazon in Leipzig hat die Gewerkschaft Verdi ihren Ausstand fortgesetzt.

Man rechne damit, dass sich erneut rund 400 Beschäftigte beteiligten, sagte Verdi-Streikleiter Thomas Schneider am Dienstag.
Man rechne damit, dass sich erneut rund 400 Beschäftigte beteiligten, sagte Verdi-Streikleiter Thomas Schneider am Dienstag.  © DPA

Die Gewerkschaft fordert seit mehr als viereinhalb Jahren die Aufnahme von Tarifverhandlungen durch Amazon. Der US-Versandriese lehnt dies ab. Auch am Mittwoch soll weiter gestreikt werden.

Am Dienstagvormittag wollen rund 100 Streikende mit zwei Bussen nach Berlin fahren. Dort wollen die Beschäftigten gegen die Verleihung eines Preises an Amazon-Chef Jeff Bezos protestieren.

Der Unternehmer und Besitzer der Tageszeitung "Washington Post" soll den Springer Award für "sein visionäres Unternehmertum in der Internetwirtschaft sowie die konsequente Digitalisierungsstrategie der 140-jährigen US-Traditionszeitung" erhalten, heißt es auf der Homepage des Axel-Springer-Verlages.

"Wir wollen gegen diese Preisverleihung demonstrieren. Nicht Jeff Bezos, sondern den Beschäftigten gebührt der Preis", sagte Schneider.


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