Wieder Zoff im Stadtrat: Steht der Ski-Weltcup vor dem Aus?

Dresden - Bislang will eine Mehrheit im Stadtrat den Ski-Weltcup am Elbufer bis 2022 mit jährlich fast 400 000 Euro unterstützen. Die Linke macht dagegen mobil.

Im Januar sprinteten die weltbesten Langläufer an der Elbe. Ob der Weltcup fortgesetzt wird, entscheidet der Rat am Donnerstag.
Im Januar sprinteten die weltbesten Langläufer an der Elbe. Ob der Weltcup fortgesetzt wird, entscheidet der Rat am Donnerstag.  © Erik Münch

Ein zentrales Argument von Linken-Chef André Schollbach (39): Das Event, für das Schnee aus Oberwiesenthal angekarrt wurde, ist ökologischer Unsinn. "Allein für Schneetransporte waren 8 600 Lkw-Kilometer erforderlich."

Schollbach rügt zudem, dass der Freistaat nicht wie vereinbart 300 000 Euro, sondern 326 000 Euro zuschoss und dafür bislang geltende Regeln zurechtbog.

"Es geht nicht um Sport, sondern um Kommerz. Hier wird eine große Menge Steuergeld eingesetzt, um Hoteliers ihre Betten zu füllen. Geld, das in wirklich wichtigen Bereichen fehlt."

Stadt und Tourismusverbände betonen hingegen die enorme Werbewirkung des Events. Der Werbewert für Dresden, allein durch TV-Bilder, läge bei 3,2 Millionen Euro.

Titelfoto: Erik Münch


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