Schwangere Frau wird entlassen, der Grund ist abstoßend!

Wien-Meidling - Der Besitzer eines Raucherlokals hat eine schwangere Kellnerin entlassen, weil sie angeblich nicht mehr zum Ruf des Lokals passte. Diese zog gegen ihn vor Gericht und bekam 7200 Euro zugesprochen.

Eine schwangere Frau passt nicht zum Ruf eines Raucherlokals, meinte zumindest ihr Arbeitgeber. (Symbolbild)
Eine schwangere Frau passt nicht zum Ruf eines Raucherlokals, meinte zumindest ihr Arbeitgeber. (Symbolbild)  © Fotomontage 123RF Chalermphon Kumchai / 123RF oleg

Schwangere Frauen und Raucherlokale, das passt nicht zusammen und soll auch gar nicht zusammen passen.

Denn laut österreichischem Recht muss eine Frau bis zu Beginn des Mutterschutzes bei vollem Gehalt freigestellt werden.

Dies tat ihr Arbeitgeber aber nicht, als die Frau ihm von seiner Schwangerschaft erzählte. Ganz im Gegenteil. Laut "Kronen Zeitung" entließ er die Frau sogar, weil sie nicht mehr zum Ruf des Lokals passen würde.

Seine Begründung war absurd: In einem Raucherlokal müssen die Kellner schließlich selbst auch rauchen und trinken, um die Gäste zu einem höheren Konsum zu animieren.

Die Schwangere wollte das nicht so hinnehmen und verklagte ihren Arbeitgeber. Dabei kam heraus, dass dieser ihren Lohnzettel gefälscht hatte.

Ihre Vollzeitanstellung taucht in den Büchern nur als geringfügige Beschäftigung auf. Da das auch bei einer Kollegin so der Fall war, geht das Gericht inzwischen von "Schwarzarbeit im großen Stil" aus.

Der Frau wurde übrigens ihr volles Gehalt bis zum Beginn des Mutterschutzes, sowie ein bisher nicht vergütetes Überstundenentgelt zugesprochen.

Titelfoto: Fotomontage 123RF Chalermphon Kumchai / 123RF oleg


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