Diese Stadt verbietet Männern das breitbeinige Sitzen in der U-Bahn

Wien - Die Wiener Linien sorgen aktuell mit einer Kampagne gegen das sogenannte "Menspreading" für Schlagzeilen. Männer soll es so in Zukunft untersagt sein, mit gespreizten Beinen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu sitzen.

Breitbeiniges Sitzen in Wiener Verkehrsmitteln soll bald der Vergangenheit angehören. (Symbolbild)
Breitbeiniges Sitzen in Wiener Verkehrsmitteln soll bald der Vergangenheit angehören. (Symbolbild)  © Screenshot/Twitter/CelestaCosplay

Sie machen es häufig unbewusst, aber offensichtlich. Männer sitzen gerne mit weit auseinandergespreizten Beinen in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Bahnen oder U-Bahnen.

Mit dem sogenannten "Menspreading" (deutsch: männlichem Ausbreiten) nehmen sie nicht nur anderen Fahrgästen den Platz zum Sitzen weg.

Das weit ausschweifende Sitzen sieht auch unhöflich aus und kann andere Menschen belästigen und in ihrer Privatsphäre stören.

Die Verkehrsbetriebe der österreichischen Hauptstadt, Wiener Linien, wollen jetzt mit einer nicht ganz ernst gemeinten Marketingkampagne auf das Problem aufmerksam machen.

Unter dem Motto "Sei ein Ehrenmann und halte die Beine zam!" zeigen sie, wie Man(n) sich richtig zu verhalten hat.

"Wir greifen immer wieder in den Sozialen Medien einer unserer Hausordnungsregeln auf. Bei unserem aktuellen Posting wollen wir die Fahrgäste augenzwinkernd darauf hinweisen, nur einen Platz einzunehmen und sich nicht auszubreiten", so die Verkehrsbetriebe gegenüber "heute.at".

Auch in anderen Metropolen auf der ganzen Welt gab es schon Kampagnen gegen das "Menspreading". So haben Madrid (TAG24 berichtete), Istanbul, New York, San Francisco oder Berlin ihre Fahrgäste darüber informiert.

Doch was heißt "Menspreading" eigentlich?

Ein Mann sitzt breitbeinig in der U-Bahn, während sich die Frau von ihm weglehnt.
Ein Mann sitzt breitbeinig in der U-Bahn, während sich die Frau von ihm weglehnt.  © Screenshot/Twitter/louikatharina

Wie bereits erwähnt ist damit das männliche Verhalten gemeint, sich breitbeinig in die Öffentlichkeit zu setzen.

Was für sie kein Problem darstellt, verbinden einige Frauen mit Sexismus. Sie fühlen sich durch die offensichtliche Zurschaustellung der männlichen Potenz belästigt.

Männer entgegnen darauf, dass sie diese Sitzposition aus reiner Bequemlichkeit wählen und kritisieren wiederum das "Shebagging".

Das bezeichnet Menschen, die Handtaschen neben sich auf den Sitz stellen und somit anderen den Platz wegnehmen. Ein häufig bei Frauen beobachtetes Phänomen.

So oder so, am Ende hilft miteinander reden wohl immer noch am besten. Einfach den gegenüber ansprechen und so das Problem schnell und unkompliziert aus der Welt schaffen.


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