Droh-Post gegen Journalisten auf Facebook: Kriegt die AfD jetzt richtig Ärger?

Wiesbaden/Frankfurt - Nach dem Wirbel um einen Facebook-Beitrag der AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis im vergangenen Sommer (TAG24 berichtete) ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts auf Bedrohung.

Der hessische Landesverband distanzierte sich "aufs Schärfste" vom Post. (Symbolbild)
Der hessische Landesverband distanzierte sich "aufs Schärfste" vom Post. (Symbolbild)  © DPA

Die Untersuchungen richteten sich gegen zwei Personen, sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Donnerstag, ohne Namen zu nennen.

Der Post, in dem Journalisten indirekt bedroht wurden, hatte seinerzeit für Empörung gesorgt. Über die Ermittlungen berichtete zuvor der Wiesbadener Kurier.

In dem Facebook-Beitrag vom 27. August vergangenen Jahres hieß es nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV): "Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Pressehäuser gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. Darüber sollten Medienvertreter hierzulande einmal nachdenken, denn wenn die Stimmung endgültig kippt, ist es zu spät."

Der DJV hatte deshalb gefordert, die AfD wegen des Eintrags vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

Nach dem Facebook-Post hatte sich der hessische Landesverband der Alternative für Deutschland um Schadensbegrenzung bemüht.

"Die AfD distanziert sich auf Schärfste von dem Facebook-Post der AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis", erklärte seinerzeit Landesverbandssprecher Robert Lambrou und sagte zugleich: "Wir stehen hinter der Pressefreiheit. Sie ist ein sehr hohes Gut und nicht verhandelbar."

Landesverbandssprecher Robert Lambrou mahnte zur Einhaltung der Pressefreiheit.
Landesverbandssprecher Robert Lambrou mahnte zur Einhaltung der Pressefreiheit.  © DPA

Titelfoto: DPA

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