Fünf Menschen tot! Raser baut Unfall und fährt weiter

Für fünf Unfallopfer kam jede Hilfe zu spät (Symbolbild).
Für fünf Unfallopfer kam jede Hilfe zu spät (Symbolbild).  © dpa/Frank Rumpenhorst

Wiesbaden - Es geht um fahrlässige Tötung und Unfallflucht: Vor dem Wiesbadener Landgericht beginnt am Dienstag um 9.00 Uhr das Berufungsverfahren um ein tödliches Überholmanöver im Taunus, das 2013 fünf Menschen das Leben kostete.

Die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, dass der bereits 2015 vom Wiesbadener Amtsgericht verurteilte Unfallverursacher eine höhere Strafe hätte bekommen müssen.

Ein heute 44-jähriger Mann hatte mit einem riskanten Überholmanöver auf der Bundesstraße 260 zwischen Nassau und Bad Schwalbach den Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs zum Ausweichen gezwungen. Das Fahrzeug prallte frontal gegen einen Lastwagen. Die fünf Insassen starben, während der Unfallverursacher weiterfuhr.

Das Amtsgerichts verurteilte den Mann zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Im Berufungsverfahren wird nun geklärt werden, ob das Strafmaß angemessen ist.

Auch die Verteidigung hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berufung einlegt.

UPDATE 12.41 Uhr: Die Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten für einen 44-Jährigen wegen eines tödlichen Überholmanövers im Taunus bleibt bestehen.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung einigten sich am Dienstag vor dem Wiesbadener Landgericht darauf, die Berufung zurückzunehmen.

UPDATE 11.10 Uhr: Im Berufungsverfahren um ein tödliches Überholmanöver im Taunus hat sich der Angeklagte vor dem Wiesbadener Landgericht bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt.

Es tue ihm alles leid, sagte der 44-Jährige am Dienstag in dem Verfahren aus. "Ich habe viel Mist gebaut. Ich schäme mich auch."

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst


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