Fall Susanna: Drohten Kurden, Ali B. laufen zu lassen?

Wiesbaden/Erbil - Wenige Tage nach der Auslieferung von Ali B. aus Irak nach Deutschland (TAG24 berichtete) wird ein weiteres Detail bekannt, das es in sich hat!

Der Tatverdächtige im Todesfall Susanna war an Bord einer Lufthansa-Maschine aus dem nordirakischen Erbil von der Bundespolizei nach Frankfurt gebracht worden.
Der Tatverdächtige im Todesfall Susanna war an Bord einer Lufthansa-Maschine aus dem nordirakischen Erbil von der Bundespolizei nach Frankfurt gebracht worden.  © Boris Roessler/dpa

Wie der Focus mit Bezug auf Regierungskreise berichtet, sollen die kurdischen Behörden im Nordirak nach der Festnahme von Ali B. Druck auf Innenministerium und Bundespolizei ausgeübt haben.

Dazu hätten sie die deutschen Behörden vor die Wahl gestellt, den mutmaßlichen Mörder von Susanna F. wieder laufen zu lassen, wenn er nicht sofort abgeholt und nach Deutschland geflogen werde.

Weil die kurdische Polizei Telefonate von Ali B. abgehört hatte, wussten sie noch vor dem Zugriff, dass er sich möglicherweise nach Bagdad oder nach Iran absetzen wolle. Wegen der großen Fluchtgefahr konnte er also nicht alleine in den nächsten Flieger nach Deutschland gesetzt werden.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) soll schließlich zugestimmt haben, dass Bundespolizeipräsident Dieter Romann gemeinsam mit Bundespolizisten in den Irak fliegt, um Ali B. abzuholen.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa


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