Pikantes Detail: Ali B. wohl älter als zuerst angenommen!

Wiesbaden/Frankfurt - Der mutmaßliche Mörder der 14-jährigen Susanna, Ali B., war zum Tatzeitpunkt vermutlich älter als angegeben.

Der Iraker Ali B. soll bereits im März 1997 geboren sein.
Der Iraker Ali B. soll bereits im März 1997 geboren sein.  © DPA

Die ergebe sich unter Vorbehalt aus Informationen des irakischen Generalkonsulats in Frankfurt, sagte Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn am Dienstag in Wiesbaden.

Demnach sei Ali B. im März 1997 geboren und nicht wie zunächst angenommen im November 1997. Damit wäre der Iraker zum Zeitpunkt der ihm zur Last gelegten Tat bereits 21 Jahre alt gewesen.

"Bestätigen sich die Informationen, hat das für ihn erhebliche Folgen für das Verfahren", sagte der Staatsanwalt.

Ali B. könne dann nicht mehr nach Jugendstrafrecht verurteilt werden.

Update, 17 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden geht nicht davon aus, dass Susannas mutmaßlicher Mörder Ali B. bei seinem Asylantrag bewusst seine Identität verschleiert hat. Aus den im irakischen Konsulat vorliegenden Papieren gehe hervor, dass sein Name vier Bestandteile habe, erläuterte Oberstaatsanwältin Christina Gräf am Dienstag in Wiesbaden.

Bei den Behörden in Deutschland habe Ali B. davon dann zwei Bestandteile angegeben: Seinen Vornamen und den Namen seines Vaters. "Das spricht nicht dafür, dass bewusst falsche Personaldaten angegeben wurden", sagte Gräf. Das irakische Konsulat halte die ihm vorliegenden Papiere für echt.

Der irakische Flüchtling Ali B. wird verdächtigt, die 14-jährige Susanna in Wiesbaden vergewaltigt und getötet zu haben. Nach einer Flucht in den Irak war er am Samstag im Beisein von Bundespolizisten mit dem Flugzeug wieder nach Deutschland gebracht worden.

Auch bei der Verwirrung um sein Alter könne es sich um ein Missverständnis gehandelt haben. Auf den irakischen Dokumenten sei der 11.3.1997 als Geburtsdatum vermerkt, bei der Übertragung ins Deutsche sei auf dem Asylantrag dann der 3.11.1997 daraus geworden.

Es könne sich also schlicht um einen Zahlendreher handeln, so die Staatsanwältin. Denn ein nur wenige Monate jüngeres Alter habe Ali B. zum damaligen Zeitpunkt keine Vorteile gebracht.


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