Tödlicher Bus-Unfall in Wiesbaden: Gaffer stellt sich der Polizei!

Wiesbaden - Der tragische Busunfall am 21. November am Wiesbadener Hauptbahnhof schockiert noch immer. Ein 85-Jähriger verstarb, 23 weitere Personen wurden teils schwer verletzt.

Der junge Mann meldete sich bei der Polizei.
Der junge Mann meldete sich bei der Polizei.  © Polizei Westhessen

An der Unfallstelle versammelten sich schnell nicht nur Helfer. Auch zahlreiche Gaffer waren vor Ort und filmten verletzte und hilflose Menschen sowie behinderten Rettungskräfte.

Nachdem bereits gegen einen der Schaulustigen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, suchte die Polizei öffentlich nach einem weiteren Mann.

Mit Erfolg: Der Tatverdächtige, der vor Ort filmte und anschließend die Videos in sozialen Netzwerken hochlud, meldete sich am Dienstagmittag auf dem 1. Polizeirevier und räumte ein, die gesuchte Person zu sein.

Gegenüber den Beamten machte der 17-Jährige jedoch keine weiteren Angaben zu den Vorwürfen.

Der junge Mann wurde laut Polizei erkennungsdienstlich behandelt. Zudem wurde sein Smartphone beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei lässt nun von Fachleuten die Daten auswerten.

Das Veröffentlichen der Videos und Fotos kurz nach dem Unfall schockte zutiefst. Daher wurde sich für eine Öffentlichkeitsfahndung entschieden.

"Die Zurschaustellung der Hilflosigkeit der von dem Unfall betroffenen Menschen erscheint nach dem Beschluss des Amtsgerichtes Wiesbaden derart eklatant und entwürdigend, dass diese Maßnahme getroffen wird, um den Täter zu identifizieren", äußerte sich ein Polizeisprecher zuvor.

Ein Mann (85) starb bei dem Unfall in Wiesbaden, 23 weitere Personen wurden teils schwer verletzt.
Ein Mann (85) starb bei dem Unfall in Wiesbaden, 23 weitere Personen wurden teils schwer verletzt.  © wiesbaden112.de

Titelfoto: Polizei Westhessen

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