Firmenbetrug mit Chef-Masche: Sechs Festnahmen in Israel

Die Anrufer kontaktieren meist die Buchhaltung von Firmen. (Symbolbild)
Die Anrufer kontaktieren meist die Buchhaltung von Firmen. (Symbolbild)  © DPA

Wiesbaden - Im Kampf gegen internationale Firmenbetrüger mit der sogenannten Chef-Masche hat das Bundeskriminalamt einen Erfolg erzielt.

Gemeinsam mit anderen Behörden sei es in diesem Jahr gelungen, in Israel sechs Verdächtige festzunehmen, sagte die Leiterin der Abteilung "Schwere und organisierte Kriminalität", Sabine Vogt, am Montag in Wiesbaden.

Bei der Methode "CEO fraud" (Chef-Betrug) rufen Täter meist in der Buchhaltung von Firmen an und geben vor, der Geschäftsführer (Chief Executive Officer/CEO) zu sein. Mit geschickten Lügen und technischen Tricks bringen sie Angestellte dann beispielsweise dazu, Firmengeld ins Ausland zu überweisen. Die Beute landet meist auf chinesischen Konten und verschwindet.

Die nun gefassten mutmaßlichen Betrüger sollen seit 2014 für einen Schaden von 175 Millionen Euro verantwortlich sein. Die Verdächtigen haben laut dem BKA überwiegend die französische und die israelische Staatsbürgerschaft.

Das Phänomen "CEO fraud" falle der Polizei seit drei bis vier Jahren verstärkt auf, sagte BKA-Vize-Präsident Peter Henzler. Er rechnete allein für Deutschland insgesamt mit einem Schaden von inzwischen bis zu einer Milliarde Euro - bei einer hohen Dunkelziffer.


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