Hessen sagt der Spielsucht den Kampf an

Das Land Hessen geht nun noch verstärkter gegen die Spielsucht an (Symbolfoto).
Das Land Hessen geht nun noch verstärkter gegen die Spielsucht an (Symbolfoto).  © DPA

Wiesbaden - Hessen verschärft im Kampf gegen Spielsucht seine gesetzlichen Vorgaben für Spielhallen.

Damit will die Landesregierung unter anderem der Ansiedlung von immer mehr Betrieben dicht beieinander einen Riegel vorschieben.

Der Landtag verabschiedete am Donnerstag eine Novelle des Spielhallengesetzes.

Bei Spielhallen greifen bereits seit fast sechs Monaten strengere Regeln, nachdem eine Übergangsfrist ausgelaufen war. Der Glücksspielstaatsvertrag zwischen allen Bundesländern etwa verbietet inzwischen Mehrfachkonzessionen, also mehrere Spielhallen in einem Gebäude. Mit der hessischen Gesetzesnovelle ist dies nur noch in besonderen Härtefällen möglich.

Künftig gilt um Kinder- und Jugendeinrichtungen eine Sperrzone von 300 Metern, der Abstand zwischen zwei Hallen darf diesen Abstand ebenfalls nicht unterschreiten.

Der FDP-Abgeordnete Jürgen Lenders kritisierte das Gesetz. "Damit verschwindet nicht das Spiel, sondern es verlagert sich nur in viel schlechter regulierte und kontrollierbare Bereiche."


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