Asiatische Hornisse erstmals in Hessen nachgewiesen

Wiesbaden/Lorsch - In Hessen ist erstmals eine neue Hornissen-Art nachgewiesen worden, die möglicherweise heimische Wespen- und Bienenarten gefährden kann.

Im Gegensatz zur Europäischen Hornisse ist die Asiatische Hornisse fast komplett schwarz.
Im Gegensatz zur Europäischen Hornisse ist die Asiatische Hornisse fast komplett schwarz.  © 123RF/LEBLOND Catherine

Ein Imker aus Lorsch an der Bergstraße habe die Asiatische Hornisse entdeckt und fotografiert, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Montag in Wiesbaden mit.

"Damit findet eine weitere, bisher in Hessen nicht vorkommende Art ausreichende Lebensbedingungen vor, um hier Populationen zu gründen."

Nach Angaben des HLNUG gibt es Berichte, dass die Asiatische Hornisse "eine Gefährdung der einheimischen Wespen- und Bienenarten darstellen" könne.

Die Experten sammeln daher Daten, wo und wie schnell sich das Insekt in Hessen ausbreitet. Sie bitten die Bevölkerung darum, mögliche Sichtungen der neuen Art zu melden.

Asiatische Hornissen (Vespa velutina) lassen sich gut von den etwas größeren, heimischen Europäischen Hornissen (Vespa crabro) unterscheiden.

Sie haben einen fast komplett schwarzen Körper mit einem gelben Band am Hinterleib, wohingegen die Europäische Hornisse gelb-orange gezeichnet ist.

Ein Imker aus Lorsch an der Bergstraße hat die Asiatsische Hornisse entdeckt und fotografiert.
Ein Imker aus Lorsch an der Bergstraße hat die Asiatsische Hornisse entdeckt und fotografiert.  © Screenshot Google Maps

Titelfoto: 123RF/LEBLOND Catherine

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