Mord an Schülerin Susanna: Belastet ein Mittäter Ali Bashar noch weiter?

Wiesbaden - Im Prozess gegen Ali Bashar um den Mord an der Mainzer Schülerin Susanna werden am Donnerstag (09.30 Uhr) Zeugenaussagen von Jugendlichen erwartet.

Im Rahmen eines Ortstermines kehrte Ali Bashar (Bildmitte, graue Jacke) an den Ort des Geschehens zurück.
Im Rahmen eines Ortstermines kehrte Ali Bashar (Bildmitte, graue Jacke) an den Ort des Geschehens zurück.  © DPA

Unter anderem soll vor dem Landgericht Wiesbaden der mindestens 14 Jahre alte Junge aussagen, der sich zusammen mit Ali Bashar wegen der mehrfachen Vergewaltigung einer Elfjährigen ebenfalls vor Gericht verantworten muss.

Der Afghane hatte bei der Suche nach Susanna den Polizisten den entscheidenden Hinweis auf den 22-Jährigen Ali Bashar gegeben. Der 14-Jährige hatte sich bei der Polizei gemeldet und ausgesagt, dass Ali Bashar ihm von der Tat erzählt habe.

Der irakische Flüchtling Ali Bashar hatte vor Gericht zugegeben, die 14-jährige Susanna in der Nacht zum 23. Mai 2018 getötet zu haben. Den Vorwurf der Vergewaltigung wies er zurück.

Ali Bashar muss Gerichtssaal während Zeugen-Vernehmung verlassen

Update 12.40 Uhr: Weil er womöglich einen wichtigen Zeugen einschüchtern könnte, ist der Angeklagte im Mordfall Susanna, Ali Bashar, vorübergehend von der Hauptverhandlung im Gerichtssaal ausgeschlossen worden. Der 22-Jährige dürfe die Vernehmung im Landgericht Wiesbaden von einem Zimmer aus per Video- und Audioübertragung verfolgen, erklärte der Vorsitzende Richter in der Verhandlung am Donnerstag.

Der Zeuge, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alt ist, mache einen "angsterfüllten" Eindruck. Womöglich sage er nicht die Wahrheit, solange der Angeklagte mit im Raum sei.

Der Ortstermin fand unter verschärften Sicherheitsbedingungen statt.
Der Ortstermin fand unter verschärften Sicherheitsbedingungen statt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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