Heftige Kritik: Hessens Regierung versagt in Schulpolitik

Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sieht das Problem in der steigenden Zahl der Schüler.
Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sieht das Problem in der steigenden Zahl der Schüler.  © dpa/Boris Roessler

Wiesbaden - Angesichts von rund 100 unbesetzten Stellen an hessischen Grundschulen hat die Opposition im Landtag die Regierung scharf kritisiert.

Das neue Schuljahr sei von einem erheblichen Mangel an Lehrern geprägt, sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Wolfgang Greilich, am Mittwoch. Das sei "der vorläufige Höhepunkt des Versagens in der Schulpolitik", denn die unbesetzten Stellen an den Grundschulen seien nur die Spitze des Eisbergs.

Der SPD-Politiker Christoph Degen verwies darauf, dass fast 6000 Personen im Schuldienst weder über ein Lehramt, noch über eine Lehrbefähigung verfügten. Die Linken-Abgeordnete Gabriele Faulhaber warf der Regierung vor, die Strategie "Wegducken und Schönreden" zu verfolgen, weil sie in der ersten Sitzung nach den Sommerferien auf die übliche bildungspolitische Regierungserklärung verzichtet habe.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) betonte, das Engagement der Landesregierung für die Bildungspolitik sei unverändert. Geändert habe sich jedoch die Zahl der Schüler, die gestiegen sei.

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Armin Schwarz, verwies darauf, dass die Regierung im laufenden Haushaltsjahr 1700 neue Stellen an den hessischen Schulen geschaffen habe. Die Lehrerversorgung liege bei 105 Prozent. Damit stehe man deutlich besser da als andere Bundesländer.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler


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