Razzia gegen rechtsextreme Szene: Waffen, Drogen und Datenträger sichergestellt

Wiesbaden - Schlag gegen die rechtsextremistische Szene in Hessen: Polizisten haben am Donnerstag zwölf Wohnungen beziehungsweise Immobilien durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

SEK-Beamte während eines Einsatzes (Symbolfoto).
SEK-Beamte während eines Einsatzes (Symbolfoto).  © Marius Becker/dpa

Bei dem von langer Hand geplanten Polizeieinsatz seien auch zwei Haftbefehle vollstreckt worden, berichtete ein Sprecher des Innenministeriums. Die Durchsuchungen, bei denen auch Spezialkräfte eingesetzt wurden, fanden den Angaben zufolge landesweit statt.

Unter anderem seien Waffen, Betäubungsmittel, Datenträger, rechtsextreme Devotionalien und andere Gegenstände sichergestellt worden.

Die "Besondere Aufbauorganisation (BAO) Hessen R" war im Juli vergangenen Jahres nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gebildet worden.

Die hessenweit 140 Mitarbeiter ermitteln zur rechtsextremistischen Szene und rechten Straftätern. Sie befassen sich auch mit der Ermittlung und Überwachung von Szene-Treffpunkten.

Nach Angaben des Innenministeriums kam es seit der Gründung der BAO bereits zu mehr als 1100 Kontrollen von Menschen, Fahrzeugen und Szene-Veranstaltungen.

Lübcke wurde mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Wohnhauses getötet.
Lübcke wurde mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Wohnhauses getötet.  © Swen Pförtner/dpa

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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