Justizministerin fordert härtere Strafen bei Kinderpornografie

Wiesbaden - Angesichts der Missbrauchsfälle von Münster hat Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (58) ihre Forderung nach härteren Strafen bei Kinderpornografie bekräftigt.

Vor Kurzem war ein Fall schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster bekannt geworden (Symbolfoto).
Vor Kurzem war ein Fall schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster bekannt geworden (Symbolfoto).  © Martin Gerten/dpa

"Die Politik ist in der Bringschuld und muss ein klares Zeichen an Konsumenten von Kinderpornografie setzen", teilte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Wiesbaden mit. 

"Solange die Ermittlungsbehörden zur Aufklärung eines Diebstahls mehr Möglichkeiten haben als bei der Bekämpfung von Kinderpornografie, hakt etwas gewaltig im System."

Vor Kurzem war ein Fall schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster bekannt geworden. 

Der Hauptverdächtige war wegen Kinderpornografie-Besitzes zweifach vorbestraft. Hessen wirbt seit 2014 für die Erhöhung des Strafrahmens auf bis zu fünf Jahre für den Eigenbesitz und die Eigenbesitzverschaffung von kinderpornografischem Material.

Damit würden sich die Möglichkeiten der Ermittler erweitern, argumentierte Kühne-Hörmann.

Die Konsumenten von Kinderpornografie nutzten in der Regel nicht den heimischen Familiencomputer, sondern es würden Tablets oder Handys mit Prepaidkarten verwendet. 

"Gerade im Internet bedarf es deshalb technischer Ermittlungsmöglichkeiten wie zum Beispiel einer Handyortung, um Täter auf frischer Tat festzusetzen", erklärte die Ministerin.

Titelfoto: Martin Gerten/dpa


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