Nach gewaltsamem Tod von 71-Jährigen: Streit um Bauarbeiten der Auslöser?

Wiesbaden - Nach dem gewaltsamen Tod eines 71-Jährigen in Wiesbaden geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Opfer mit den mutmaßlichen Tätern eine geschäftliche Beziehung hatte.

Der Mann starb in einem Haus in der Innenstadt (Symbolfoto).
Der Mann starb in einem Haus in der Innenstadt (Symbolfoto).  © DPA

Der Mann soll nach ersten Ermittlung am vergangenen Samstag vermutlich von einem 24-Jährigen und seinem 53 Jahre alten Vater durch stumpfe Gewalt gegen Kopf und Oberkörper getötet worden sein, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Oliver Kuhn, am Montag sagte.

Die beiden Männer sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft.

Beide Verdächtige stehen unter Mordverdacht und sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Die türkischstämmigen Männer sind nach Angaben der Ermittler "bereits hinreichend polizeilich in Erscheinung getreten".

Der 53-Jährige stand zum Zeitpunkt der Tat vom Samstag nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung unter Bewährung, wie Kuhn sagte.

Die beiden Tatverdächtigen hätten noch keine Aussagen zu den Vorwürfen gemacht.

24-Jähriger stellte sich der Polizei

Der 24-Jährige hatte sich nach der Tat der Polizei gestellt. Anschließend wurde sein Vater gefunden und festgenommen.

Das Opfer - ebenfalls Türke - habe kurz vor seinem Tod Bauarbeiten am Tatort verrichtet, sagte Kuhn. Der 71-Jährige habe das Mehrfamilienhaus in der Innenstadt vor einiger Zeit erworben und wollte es nun sanieren. Er selbst lebte nicht in dem Haus.

Früher habe der Mann mindestens ein Juweliergeschäft besessen, das nun seine Tochter betreibt, sagte Kuhn. Lokale Medien hatten berichtet, dass die mutmaßlichen Täter und das Opfer Streit um Bauarbeiten gehabt haben sollen.

Titelfoto: DPA

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