Maskiert, bewaffnet und verpeilt: Polizei jagt Möchtegern-Räuber

Wiesbaden - Die Kriminalpolizei fahndet öffentlich nach einem Räuber, der Mitte Juni versuchte, einen Busfahrer zu überfallen.

Die Montage zeigt drei Screenshots des Videos, mit dem die Polizei nach dem Täter fahndet.
Die Montage zeigt drei Screenshots des Videos, mit dem die Polizei nach dem Täter fahndet.  © Polizeipräsidium Westhessen

Der Überfall erfolgte in den frühen Morgenstunden des 13. Juni. Gegen 04.30 Uhr fuhr ein Omnibus an der Haltestelle "Kochbrunnen" in der Innenstadt von Wiesbaden vor, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Der maskierte und mit einer Pistole bewaffnete Mann saß zu diesem Zeitpunkt schon an der Bushaltestelle. Der Mann betrat den Omnibus und bedrohte umgehend den Fahrer mit einer Pistole. Seine Forderung war unmissverständlich: Er verlangte Bargeld.

Im weiteren Verlauf gestaltete sich der Überfall jedoch gänzlich anders, als der Möchtegern-Räuber sich dies vorgestellt hatte. Der resolute Busfahrer lehnte es rundheraus ab, dem Mann Geld zu geben.

Auf einem Video, das die hessische Polizei auf ihrer Website veröffentlich hat, ist die Szene in aller Ausführlichkeit zu sehen. Nach der Abfuhr durch den Busfahrer steht der Räuber zunächst ratlos und mit hängendem Kopf vor dem Buseingang.

Danach nimmt der Kriminelle einen zweiten Anlauf. Er betritt erneut den Bus und handelt sich offensichtlich eine abermalige Abfuhr ein. Diesmal erhebt sich der Busfahrer auch, wahrscheinlich verleiht er seine Ablehnung Nachdruck.

Der Maskierte sucht daraufhin das Weite. Laut Polizei floh der Täter über den Kochbrunnenplatz in Richtung Saalgasse.

Die Beamten fahnden nach dem Mann. Der Gesuchte ist circa 185 Zentimeter groß und hat eine "jugendliche Stimme" wie die Polizei schreibt. Sein Alter wird auf 18 bis 25 Jahre geschätzt.

Hinweise auf den verhinderten Räuber nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 06113450 entgegen.

Titelfoto: Polizeipräsidium Westhessen


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