Wieso macht diese schöne Dresden-Villa dicht?





Thomas Kontek zog 2010 mit seiner Firma „WohnDesign“ ein. Architektin Sabine 
Wenzel entdeckte bei der Sanierung die Staubsaugeranlage.
Thomas Kontek zog 2010 mit seiner Firma „WohnDesign“ ein. Architektin Sabine Wenzel entdeckte bei der Sanierung die Staubsaugeranlage.  © Maik Ehrlich

Dresden - Sechs Jahre war die „Villa Salzburg“ das Zuhause für hochwertiges „WohnDesign“. Doch nun zieht Thomas Kontek mit seinem Mobiliar aus dem großbürgerlichen Prachtbau vis-à-vis dem Dresdner Zoo aus. Am 27. Dezember beginnt der Räumungsverkauf.

„Leider wurde unser Angebot von den Sachsen nicht angenommen, sodass wir nach über sechs Jahren hohen Engagements nunmehr diesen Schritt der Vernunft tun müssen“, bedauert Kontek.

Betten, Sitzlandschaften, Teppiche & Co. von über 40 Nobelmarken müssen raus - Rabatte bis zu 59 Prozent gewährt der Räumungsverkauf. Der Vergangenheit gehören damit auch die Präsentationen vieler Künstler an. Über 20 Ausstellungen fanden in der Villa statt.

Das Haus überstand als einziges des „Englischen Viertels“ den Bombenangriff 1945. Es war 1874 von Tuchhändler Adolph Salzburg erbaut und 35 Jahre von seiner Familie bewohnt worden.

1910 wurde eine für damalige Verhältnisse hochmoderne Staubsaugeranlage eingebaut: In jeder Etage befanden sich zwei Anschlüsse für Schläuche, mit denen gesaugt wurde. Der Schmutz sammelte sich im Keller in einem Auffangbehälter.

Nach DRK, Rat der Stadt, Uni, Denkmalpflege und fünf Jahren Leerstand zog 2010 Konteks Firma „WohnDesign“ ein. Mal sehen, wer nun kommt ...





Alles muss raus! Wegen Geschäftsaufgabe wird in der „Villa Salzburg“ radikal 
reduziert.
Alles muss raus! Wegen Geschäftsaufgabe wird in der „Villa Salzburg“ radikal reduziert.  © Petra Hornig




In ihrer über 140-jährigen Geschichte hat die „Villa Salzburg“ verschiedenste 
Mieter beherbergt.
In ihrer über 140-jährigen Geschichte hat die „Villa Salzburg“ verschiedenste Mieter beherbergt.  © Holm Helis

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